Chinas Unabhängigkeitskurs in der KI-Chipproduktion
China hat das Bestreben, eigene Chips zu entwickeln, um eine Künstliche Intelligenz (KI) zu schaffen, die unabhängig von den in den USA populären Beschleunigern wie denen von Nvidia ist. Diese Entwicklung könnte entscheidend für asiatische Unternehmen sein, um nicht in technologische Abhängigkeit von den USA zu geraten.
Prof. Wei Shaojun von der Tsinghua-Universität in Peking forderte bei einem Forum in Singapur, dass asiatische Nationen, insbesondere China, ihre Abhängigkeit von allgemein verwendeten Grafikeinheiten verringern sollten. Diese Einheiten werden derzeit weltweit für das Training von KI-Plattformen wie ChatGPT und DeepSeek eingesetzt.
Vor dem Hintergrund der jahrelangen US-Einschränkungen, die es chinesischen Firmen erschweren, die fortschrittlichsten Chips zu erwerben, ist es umso bemerkenswerter, dass chinesische Unternehmen trotz dieser Herausforderungen weiterhin in der Lage sind, ihre KI-Algorithmen zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist die weltweite Anerkennung von DeepSeek.
Die chinesische Regierung hat lokale Unternehmen auch dazu aufgefordert, den H20-Prozessor von Nvidia zu meiden. Dieser Chip wurde speziell für den chinesischen Markt entwickelt, um US-Exportbeschränkungen zu umgehen, ist jedoch weniger leistungsfähig.
Wei betonte, dass China sich darauf konzentrieren sollte, einen neuen Chiptyp zu entwickeln, der speziell für die Entwicklung großer Modelle ausgelegt ist. Trotz der Herausforderungen durch die jahrelangen US-Sanktionen zeigte sich der Professor zuversichtlich, dass China über ausreichend Mittel verfügt, um weiterhin eine eigenständige Chipindustrie aufzubauen.

