China zeigt sich kampfbereit im Handelsstreit mit den USA
China und die USA stehen erneut im Zentrum eines handfesten Handelsstreits. Der chinesische Handelsminister Wang Wentao zeigt sich entschlossen, die wirtschaftlichen Interessen der Volksrepublik gegen die von den USA ergriffenen Maßnahmen zu verteidigen. Dabei macht er unmissverständlich klar, dass Versuche von Zwang und Erpressung seitens Washingtons ins Leere laufen werden. Sollte die US-Regierung ihren harten Kurs fortsetzen, werde China unbeirrt daran festhalten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Aktuell werden die Fronten zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt weiter verhärtet. Die USA unter Präsident Donald Trump setzten jüngst eine Verdopplung der Zölle auf chinesische Waren um, was diese nun auf 20 Prozent anhebt. China kündigte daraufhin an, mit eigenen Strafzöllen auf amerikanische Agrarprodukte zu reagieren und zusätzlich Maßnahmen gegen bestimmte US-Unternehmen zu ergreifen.
Der jüngste Arbeitsbericht der chinesischen Regierung, vorgestellt von Ministerpräsident Li Qiang, warnt vor einem immer komplexeren weltwirtschaftlichen Umfeld, das die Bereiche Handel, Wissenschaft und Technologie stark beeinflussen könnte. Dies könnte insbesondere für die exportorientierte Wirtschaft Chinas einschneidende Folgen haben, da die Bedeutung der Exporte für das Wachstum des Landes schwinden könnte. Auch die Europäische Union hat damit begonnen, gemäßigte Schutzmaßnahmen gegen die Flut preiswerter chinesischer Produkte einzuführen, insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge.
Wang betont, dass die US-amerikanischen Handelsmaßnahmen nicht nur China, sondern auch den Menschen und Unternehmen in den USA selbst schaden. Er zeigt sich noch offen für den Dialog, indem er berichtet, dass er im Februar dem neuen US-Handelsminister Howard Lutnick ein Gesprächsangebot unterbreitet habe. China strebt weiterhin eine angemessene Lösung an und befürwortet den Austausch von Verhandlungsteams.

