China priorisiert Elektrofahrzeuge in staatlichen Flotten
Die chinesische Regierung hat beschlossen, dass mindestens 30 Prozent der jährlichen öffentlichen Fahrzeugkäufe auf Neue-Energie-Fahrzeuge (NEVs) entfallen sollen, sofern diese die Betriebsvoraussetzungen der Regierungsabteilungen erfüllen. Ein kürzlich von der Finanzbehörde veröffentlichtes Rundschreiben unterstreicht diese Vorgabe, nachdem im Oktober bereits eine vergleichbare Notiz von einer zentralen Beschaffungsstelle erging.
Ziel ist es, den Verkauf von Elektrofahrzeugen voranzutreiben und gleichzeitig den Anteil von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICE) zu reduzieren. Das Finanzministerium betonte, dass die Beschaffungsstellen die Nachfrage nach offiziellen Fahrzeugen genauer managen und auf NEVs umsteigen sollen, besonders wenn diese auf beständigen Routen in städtischen Gebieten eingesetzt werden.
NEVs bestehen hauptsächlich aus batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) und Plug-in-Hybridfahrzeugen (PHEVs). Die Regierung konzentriert sich vermehrt auf BEVs, da der Absatz von PHEVs bereits stark wächst. Im vergangenen Juli wurde die einmalige Subvention für Käufer, die ihre alten ICE-Fahrzeuge gegen neue qualifizierte BEVs eintauschen, auf CNY20,000 (ca. 2.800 USD) verdoppelt.
Laut der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) stiegen die Verkäufe chinesischer NEVs in den ersten elf Monaten 2024 um 36 Prozent auf 11,262 Millionen Einheiten, im Vergleich zu einem Gesamtabsatzwachstum aller Fahrzeuge von nur 4 Prozent. Besonders PHEVs erlebten mit 85 Prozent einen erheblichen Wachstumsschub, während der Absatz von BEVs trotz hoher Verkaufsanreize und Ermäßigungen nur um 15 Prozent anstieg.
Im gleichen Zeitraum sanken die Verkaufszahlen chinesischer ICE-Fahrzeuge um über 10 Prozent auf 16,678 Millionen Einheiten.

