Cargill reduziert Belegschaft um 5 Prozent: Strategiewechsel nach Umsatzeinbruch
Das Familienunternehmen Cargill, ein Gigant im globalen Agrarhandel, hat angekündigt, etwa 5 Prozent seiner weltweiten Belegschaft abzubauen, was circa 8.000 Arbeitsplätze betrifft. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines rückläufigen Umsatzes im jüngsten Geschäftsjahr, das im Mai endete. Cargill erlitt einen Rückgang des Umsatzes von 177 Milliarden auf 160 Milliarden US-Dollar, als die Preise für wichtige Agrarrohstoffe wie Weizen, Mais und Sojabohnen auf ein Vierjahrestief fielen und die Margen in der Verarbeitung schrumpften.
Im Rahmen eines Strategiewechsels, der auch eine Verschlankung der Organisationsstruktur einschließt, strebt das Unternehmen an, Hierarchieebenen zu reduzieren, Aufgabenbereiche auszuweiten und Doppelarbeit zu eliminieren. Brian Sikes, der Präsident und CEO von Cargill, betonte in einem unternehmenseigenen Memo, dass die Umstrukturierung insbesondere darauf abzielt, den operativen Teams den Rücken freizuhalten, damit sie weiterhin kundenorientiert arbeiten können.
Das in Minnesota ansässige Unternehmen, das auf eine fast 160-jährige Geschichte zurückblickt, betonte, dass wesentliche Änderungen bereits in Planung sind. Eine zentrale Maßnahme im Rahmen der Strategie für 2030 ist die Konzentration der betrieblichen Aktivitäten von fünf auf drei Geschäftsfelder. Diese Maßnahmen resultieren aus der Tatsache, dass im vergangenen Geschäftsjahr weniger als ein Drittel der Unternehmensbereiche ihre Gewinnziele erreichten.
Die Entscheidung, die Belegschaft zu verkleinern, wurde erstmalig durch einen Bericht von Bloomberg News publik gemacht. Reuters zufolge, das ein Memo von Sikes einsehen konnte, wird der Großteil der Stellenstreichungen noch in diesem Jahr erfolgen.

