BVB siegt in Augsburg: Arbeitssieg hält Hoffnungen hoch
Nach einem hart erkämpften 1:0-Erfolg von Borussia Dortmund in Augsburg steht die Freude bei Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Sebastian Kehl über das Ergebnis im Vordergrund, während die spielerische Brillanz ein wenig auf der Strecke blieb. "Es war ein Kampfspiel und kämpferisch haben wir geglänzt", stellte Kovac fest. Zufriedenheit mit den eroberten drei Punkten war das Fazit Kehls, bevor er hinzufügte: "Damit haben wir unser Soll erfüllt heute", was den sechsten Sieg im neunten Saisonspiel in der Bundesliga markiert und den BVB in Schlagdistanz zur Spitze hält.
Kovac erläuterte den Kontrast zwischen der A-Note für das Ergebnis und der B-Note für den ästhetischen Fußball. "Die A-Note, die haben wir bestanden", sagte er und bemerkte, dass der künstlerische Wert nicht dem entsprach, was das Team zu leisten im Stande ist. Doch führten mildernde Umstände dazu, dass nur ein gefährlicher Abschluss zum Tor von Serhou Guirassy - begünstigt durch eine Slapstick-Einlage der Augsburger - reichte, von Kovac als "eine Zufallsaktion" beschrieben.
Die vorausgegangene Kraftanstrengung über 120 Minuten im DFB-Pokalspiel bei Eintracht Frankfurt zeigte ihre Wirkung, was auch Sportdirektor Kehl als Grund für die moderate Darbietung gegen den FC Augsburg anführte. In einer Phase dichter Spielplanungen und zahlreicher Reisen sei dies verständlich, meinte er und nannte den Auftritt "vernünftig einzuordnen".
Kehl betonte dennoch: "Wir können natürlich besser Fußball spielen." Diese Fähigkeiten wird der BVB schon am Mittwoch in der Champions League gegen Manchester City abrufen müssen. Dort erwartet der Verein ein ganz anderes Kaliber an Spiel. Mit der diesmal längeren Pause geht es nach der Rückkehr zum Alltag wieder mit hoher Konzentration in die Vorbereitung auf diese große Aufgabe.

