Börsenrückgang in Europa: KI-Bewertungen trüben die Stimmung
Die europäischen Aktienmärkte erlebten kurz vor dem Wochenende einen unerwarteten Dämpfer, ausgelöst durch erneute Bedenken über die hohen Bewertungen von Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz. Der Eurozonen-Leitindex, der EuroStoxx 50, ging am Freitag mit einem Stand von 5.720,71 Punkten ins Wochenende und verzeichnete dabei einen Verlust von 0,58 Prozent. Noch zuvor schien er das Rekordhoch vom November, das bei 5.818 Punkten lag, ins Visier zu nehmen.
Auch auf den Märkten außerhalb des Euroraums herrschte keine heitere Stimmung. So fiel der britische FTSE 100 um 0,56 Prozent auf 9.649,03 Punkte, während der Schweizer SMI mit einem Minus von 0,14 Prozent und einem Schlusswert von 12.887,48 Punkten aus dem Handel ging.
Ausgelöst wurden die Befürchtungen durch Berichte der Nachrichtenagentur Bloomberg, die Verzögerungen beim Software- und Hardwaregiganten Oracle beleuchteten. Wegen Engpässen bei Arbeitskräften und Materialien sind einige Rechenzentrumprojekte für den KI-Entwickler OpenAI auf das Jahr 2028 verschoben worden. Diese Nachricht hat die Sorgen der Investoren erneut entfacht, ob Unternehmen in der Lage sein werden, trotz Ressourcenknappheit und potenziell steigenden Investitionen mit ihren KI-Innovationen profitabel zu werden.
Zuvor gab es Rückenwind für die Börsen durch eine Leitzinssenkung in den USA, welcher nun durch diese neuen Bedenken etwas in den Hintergrund gerückt ist.

