Bundesregierung will Industrie Ausgleich für steigende Strompreise gewähren

05. Dezember 2012, 19:12 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts) - Die Bundesregierung ebnet der energieintensiven Industrie den Weg für die Kompensation von Strompreiserhöhungen, die sich ab Januar 2013 aus dem europäischen Emissionshandel ergeben. Die entsprechende Förderrichtlinie, die dem "Handelsblatt" vorliegt, soll am Donnerstag vom Bundeskabinett verabschiedet werden. "Bei der Strompreiskompensation geht es um den Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland. Denn mit der gefundenen Lösung sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit der stromintensiven Industrie. Entscheidend ist, dass nur Unternehmen gefördert werden, bei denen wegen ihres hohen Energieverbrauchs und ihrer Stellung im internationalen Wettbewerb Gefahren einer Verlagerung ins Ausland bestehen. Damit ziehen wir klare Linien", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) Die Förderrichtlinie soll ab Januar 2013 gelten.

Mit dem Jahreswechsel beginnt auch die dritte Periode des Europäischen Emissionshandels. Die Energieversorger werden dann alle Zertifikate, die sie für den Betrieb von Kohle- und Gaskraftwerken benötigen, kaufen müssen. Das erhöht die Kosten der Kraftwerksbetreiber, die derzeit noch einen Teil der Zertifikate kostenlos zugeteilt bekommen. Besonders große Stromverbraucher aus der Industrie werden die Veränderung durch steigende Strompreise zu spüren bekommen. Von der Kompensationsregelung sollen die Hersteller von Aluminium, Stahl und Kupfer profitieren, außerdem etwa die Branchen Chemie und Papier. Insgesamt sind Unternehmen aus 13 Sektoren und sieben Teilsektoren mit insgesamt 830 000 Arbeitsplätzen antragsberechtigt. Die Unternehmen sollen eine Kompensation in Höhe von 85 Prozent ihrer emissionshandelsbedingten Stromkosten erhalten. Die Kompensation soll bis 2020 auf 75 Prozent fallen. Um die Strompreiskompensation war lange gerungen worden. Einerseits wacht die EU-Kommission darüber, dass der Ausgleich nicht die Grenze zu einer unzulässigen Beihilfe überschreitet. Andererseits wollte das Bundesumweltministerium verhindern, dass es der Industrie zu leicht gemacht wird. So wollte das Ressort von Minister Peter Altmaier (CDU) durchsetzen, dass der Kompensationsanspruch um den Wert überschüssiger Zertifikate der Unternehmen aus der jetzt zu Ende gehenden Emissionshandelsperiode gekürzt wird. Letztlich konnte sich jedoch das Wirtschaftsressort durchsetzen. Die jährlichen Kosten für die Strompreiskompensation werden nach Schätzungen des Bundeswirtschaftsministeriums rund 350 Millionen Euro betragen. Die Finanzierung der Kosten ist noch nicht abschließend geklärt. Ursprünglich sollte die Kompensation aus Mitteln des von der Bundesregierung eingerichteten Energie- und Klimafonds bestritten werden, der sich aus den Einnahmen des Zertifikatehandels speist. Da der Zertifikatepreis jedoch seit vielen Monaten extrem niedrig ist, fehlen dem EKF die Mittel. Möglicherweise muss daher ein Teil der Kosten aus dem Bundeshaushalt bestritten werden.
Wirtschaft / DEU / Energie / Unternehmen
05.12.2012 · 19:12 Uhr
[14 Kommentare] · [zum Forum]
F-16-Kampfjets
Washington/Teheran (dpa) - Trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Im Süden des Landes wurden Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen sollten, wie das US-Militär mitteilte. Unterdessen brachte US- […] (02)
vor 46 Minuten
Vielfältige Wälder Einer der größten Vorzüge Deutschlands sind seine abwechslungsreichen Naturlandschaften. Wälder sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Landschaften. Sie finden sich in jeder Region des Landes und sind öffentlich zugänglich. Touristen, die Waldspaziergänge und Entspannung in der Natur genießen, haben eine große Auswahl. Nadelwälder […] (00)
vor 11 Stunden
Ein Mann zeigt mit dem Finger auf einen Namenscluster
Ludwigsfelde (dpa/tmn) - Wer weiß schon, wo außer den direkten Verwandten noch Menschen mit demselben Nachnamen wohnen? Herausfinden lässt sich das auf der Webseite «Geogen» - der Name steht für «geografische Genealogie», was so viel bedeutet wie ortsbezogene Ahnenforschung. So erklärt es Entwickler Christoph Stöpel auf der Seite. Dreh- und Angelpunkt […] (00)
vor 5 Stunden
Wer kennt das nicht: Eine App lädt zu langsam, das Menü wirkt unübersichtlich — und schon ist man weg. Digitale Plattformen kämpfen heute härter denn je um jeden Klick. Was macht den Unterschied zwischen Plattformen, die begeistern, und solchen, die Nutzer sofort wieder verlieren? Die Antwort liegt selten in einer einzigen Funktion — sondern im […] (00)
vor 11 Stunden
«30 Rock»-Darsteller Grizz Chapman mit 52 Jahren gestorben
Der aus der Kultserie «30 Rock» bekannte Schauspieler Grizz Chapman ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Wie sein Cousin Donte Harrison, ehemaliger Spieler der Harlem Globetrotters, in sozialen Netzwerken bestätigte, starb Chapman am Freitag im Schlaf. Eine genaue Todesursache wurde zunächst nicht veröffentlicht. Harrison erklärte jedoch, Chapman habe über viele Jahre mit gesundheitlichen […] (02)
vor 16 Stunden
Tennis French Open
Paris (dpa) - Freundinnen im Leben, Rivalinnen auf dem Platz - für Eva Lys schließt das eine das andere nicht aus. «Früher sagte man ja immer, Freundschaften im Sport sind nicht möglich», sagte die deutsche Tennisspielerin bei den French Open in Paris, «aber bei mir war es eigentlich von Tag eins an anders». Die 24-Jährige pflegt auf der Tour auch privat einen engen Kontakt unter anderem zu […] (00)
vor 1 Stunde
kostenloses stock foto zu 50 €, anlagestrategie, banknoten
On-Chain-Daten zeigen, dass seit zehn Tagen netto Bitcoin in die Börse Binance fließen, was darauf hindeuten könnte, dass Investoren verkaufen möchten. Positive Bitcoin-Nettozuflüsse bei Binance Laut dem CryptoQuant-Analysten Darkfrost haben Investoren in letzter Zeit verstärkt Bitcoin auf Binance eingezahlt. Der relevante On-Chain-Indikator ist der […] (00)
vor 1 Stunde
SurfaceTechnology GERMANY 2026: Intensive Gespräche und fachlicher Austausch
Hilden, 25.05.2026 (PresseBox) - Die SurfaceTechnology GERMANY 2026 vom 5. bis 7. Mai auf dem Messegelände in Stuttgart unterstrich ihre Position als zentraler Treffpunkt für die internationale Oberflächentechnik-Community. Über 4.600 Fachbesucher aus aller Welt informierten sich an den drei Messetagen an den Ständen der rund 210 nationalen und […] (00)
vor 15 Stunden
 
Flughafen BER (Archiv)
Berlin - Neue Passagierzahlen deuten auf einen Bedarf für mehr Direktflüge auf […] (00)
Tatortreiniger im Thüringer Wald im Einsatz
Zella-Mehlis (dpa) - Schweigend und mit geübten Handgriffen ziehen sich Bernadeta […] (01)
Andreas Roßkopf
Berlin (dpa) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) klagt über eine große Zahl maroder […] (01)
Hotel (Archiv)
Berlin - Der Tourismus-Koordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß (CDU), rechnet […] (00)
Milly Alcock
(BANG) - Milly Alcock hatte Angst davor, in 'Supergirl' mitzuspielen. Die […] (00)
Rocket League zeigt plötzlich die Zukunft – und sie läuft auf Unreal Engine 6
Manche Spiele verschwinden irgendwann leise. Andere erfinden sich immer wieder neu. […] (00)
Warum Rohstoffe wieder strategisch werden
In seiner wöchentlichen Kolumne analysiert Michael C. Jakob die großen Kräfte hinter […] (00)
Michelle Hunziker
(BANG) - Michelle Hunziker äußert sich offen über ihren ehemaligen Kollegen Thomas […] (00)
 
 
Suchbegriff