Bundesanwaltschaft geht gegen Unterstützer prorussischer Milizen vor
Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen 'Volksrepubliken' im Osten der Ukraine verhaften lassen. Den festgenommenen Männern, ein russischer Staatsbürger und ein Deutscher, wird vorgeworfen, ausländische terroristische Vereinigungen wiederholt unterstützt zu haben. Eingesetzt wurde die Aktion von Beamten des Bundeskriminalamts in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland mit Hausdurchsuchungen unter anderem in Königs Wusterhausen.
Im Zuge der Ermittlungen soll sich herausgestellt haben, dass die Verdächtigen eine wesentliche Rolle in einem Verein hatten, der seit 2016 für die Versorgung prorussischer Milizen verantwortlich war. Dazu gehörten Lieferungen von Versorgungsgütern, Medizinprodukten und auch Drohnen in die Region Donbass. Einer der Verdächtigen steht im Verdacht, Vereinsgelder in Höhe von über 14.000 Euro für diese Zwecke eingesetzt und die Transporte finanziert zu haben. Falko H. soll in die Annahme und Distribution von Lieferungen vor Ort involviert gewesen sein. Der Verein, der als 'Friedensbrücke - Kriegsopferhilfe' bekannt ist, steht bereits seit längerem unter Beobachtung der Ermittlungsbehörden.
Die aktuellen Festnahmen sind Teil umfangreicherer Ermittlungen, nachdem Russland 2022 Gebiete in der Ukraine annektiert hatte. Seit 2014 hatten durch Moskau gesteuerte Kräfte in den Städten Donezk und Lugansk die Abspaltung von Kiew forciert, was zur Einstufung der 'Volksrepubliken' als terroristische Vereinigungen durch die Bundesanwaltschaft führte. Bereits im Mai wurden in Berlin und Brandenburg im Rahmen dieser Ermittlungen Razzien durchgeführt, damals jedoch ohne Festnahmen.

