Bundesanleihen stagnieren, Hoffnung auf Ende des US-Shutdowns wächst
Der Markt für deutsche Bundesanleihen zeigte zum Wochenbeginn kaum Bewegung. Der Euro-Bund-Future legte minimal um 0,01 Prozent auf 129,13 Punkte zu, während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stabil bei 2,66 Prozent verharrte.
Über dem Atlantik zeichnet sich eine positive Wende ab: Im US-Senat stimmten die Demokraten am späten Sonntagabend für die Debatte über einen Übergangsetat, der aus dem Repräsentantenhaus stammt. Dies gilt als entscheidender Schritt zur Beilegung des längsten Regierungsstillstands in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Rainer Guntermann, Anleiheexperte der Commerzbank, sieht in dieser Entwicklung den Grund für den Druck auf die Anleihemärkte. Die verbesserte Risikostimmung senkt die Ängste vor erheblichen wirtschaftlichen Schäden. Doch erwartet wird, dass sich der Nebel um die Konjunkturdaten zunächst nicht vollständig lichtet, da der US-Verbraucherpreisindex voraussichtlich verschoben wird.
Parallel dazu erzielten schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone kaum Einfluss auf den Anleihemarkt. Der Sentix-Konjunkturindikator, der die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage durch Finanzmarktanalysten misst, fiel unerwartet auf minus 7,4 Punkte. Analysten hatten stattdessen einen Anstieg prognostiziert.

