Bund ruft zur ersten bundesweiten Mobilfunk-Messwoche auf: Bürger als Netztester gefragt
Die Bundesregierung hat eine Initiative zur Verbesserung der Handynetze gestartet und ruft gemeinsam mit Ländern und Kommunen zur ersten bundesweiten Mobilfunk-Messwoche auf. Diese beginnt am kommenden Montag und endet am darauffolgenden Sonntag. Alle Bürger sind aufgerufen, mithilfe der kostenlosen Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur Messungen durchzuführen. Ziel ist es, ein klareres Bild der Netzqualität in Deutschland zu gewinnen und noch bestehende Funklöcher zu identifizieren.
Die Messwoche soll eine umfassende Datenerhebung zur Netzverfügbarkeit ermöglichen und als Grundlage für das Bestreben nach besserer Mobilfunkversorgung dienen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) und Netzagentur-Chef Klaus Müller heben die Bedeutung dieser Maßnahme für die Bewertung der Netzqualität vor Ort hervor. Bereits im vergangenen Jahr gab es eine ähnliche Aktion in Nordrhein-Westfalen.
Auch Telekom, Vodafone und O2 Telefónica legen großen Wert auf die kontinuierliche Verbesserung ihres Netzangebots. Die Bundesnetzagentur berichtet, dass Telekom-Kunden auf 1,2 Prozent der Fläche Deutschlands immer noch Funklöcher erleben. Die Mitbewerber Vodafone und O2 Telefónica schneiden dabei teils schlechter ab. Tanja Richter, Technikchefin bei Vodafone Deutschland, betont, dass ihr Unternehmen die Netzqualität regelmäßig analysiere und bereit sei, Kundenhinweise zur kontinuierlichen Netzwerkoptimierung zu nutzen.
Die breit angelegte Messung über die App Breitbandmessung wird auch über die aktuelle Aktion hinaus möglich sein, wobei die speziellen Tests der Messwoche gesondert analysiert werden sollen.

