Broadcoms KI-Erfolge beflügeln Technologiewerte: Neue Höhen für Chip-Branche
Die jüngsten Erfolge von Broadcom im Bereich der Künstlichen Intelligenz sorgten am Freitag für positive Stimmung in der Technologiebranche. Die Aktien des Halbleiterherstellers sprangen im vorbörslichen Handel um über neun Prozent nach oben und steuern auf ein neues Rekordhoch zu. Der jüngste Quartalsbericht des Unternehmens sowie ein bedeutender Auftrag trugen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei und katapultierten Broadcom auf einen der Top-Plätze in der US-Technologieunternehmen-Rangliste, noch vor Tesla. Während Broadcom floriert, erlebte der Konkurrent Nvidia einen leichten Rückgang seiner Aktien um ein halbes Prozent im vorbörslichen Handel. Trotz dieses Dämpfers setzt sich die positive Entwicklung im Tech-Sektor fort, da der Nasdaq 100 auf ein leichtes Plus von einem halben Prozent zusteuert.
Auch europäische Chipaktien verzeichneten Gewinne, insbesondere Infineon und STMicroelectronics, nachdem Exane BNP eine positive Empfehlung ausgesprochen hatte. Broadcom, ein wichtiger Lieferant für Unternehmen wie Apple und Google, konnte im dritten Geschäftsquartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigern und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Für das letzte Quartal des Jahres erwartet das Unternehmen ein noch stärkeres Wachstum. Insiderberichten zufolge kooperiert Broadcom zudem mit der ChatGPT-Firma OpenAI an der Entwicklung eines sogenannten KI-Beschleunigers. Analysten wie Harlan Sur von JPMorgan und Mark Lipacis von Evercore ISI waren von den jüngsten Ergebnissen Broadcoms beeindruckt. Besonders hervor stach eine neue Großkundenbeziehung im Bereich der ASIC-Chips – wohl mit OpenAI –, die Aufträge im Wert von mehr als zehn Milliarden US-Dollar generiert. Broadcom-Chef Hock Tan wollte den Kunden jedoch nicht namentlich nennen.
Europäische Chipwerte profitieren ebenfalls von Broadcoms Erfolgen. Ein Händler hob hervor, dass Infineon als Hauptlieferant für Broadcoms KI-Leistungschips in diesem Jahr seinen Umsatz mit diesen Produkten um über 100 Prozent auf 600 Millionen Euro steigern könnte. Diese Partnerschaften wecken Anlegerinteresse, obwohl drohende Zölle auf Halbleitereinfuhren in die USA als potenzielle Herausforderung wahrgenommen werden.

