Broadcom-Aktien unter Druck nach Rekordhoch - Analysten reagieren gelassen
Die Aktien von Broadcom, einem wesentlichen Zulieferer von Apple und Google für Chips, erlebten jüngst eine deutliche Korrektur an der Börse. Nach einer beeindruckenden Kursrally, die die Papiere zu einem Rekordhoch von knapp 415 US-Dollar getrieben hatte, veranlassten unter den Erwartungen gebliebene Äußerungen des Unternehmens die Anleger zu einem Kursrutsch von über zehn Prozent, womit sich der Preis auf 364,24 US-Dollar reduzierte. Dennoch zeigt sich das Jahresplus des Unternehmens mit rund 57 Prozent weiterhin beeindruckend, während der Nasdaq 100 einen Zuwachs von etwa 20 Prozent verzeichnet.
Trotz der Turbulenzen hat Broadcom im vierten Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn erheblich gesteigert und übertraf damit die Schätzungen der Analysten. Für das kommende Quartal erwartet der Konzern weiteres Wachstum, insbesondere dank der Nachfrage nach Lösungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. In einer Telefonkonferenz nannte CEO Hock Tan einen Auftragsbestand von 73 Milliarden US-Dollar für KI-Produkte, die innerhalb der nächsten sechs Quartale ausgeliefert werden sollen. Einige Anleger hatten mit höheren Zahlen gerechnet, jedoch erklärte Tan, dass es sich um eine Mindestangabe handele und der tatsächliche Wert darüber liegen dürfte, wenn weitere Bestellungen erfolgen.
Analysten bleiben trotz der Bedenken optimistisch. Die Experten von Citigroup bewerten die Ergebnisse und den Ausblick positiv. Sie heben hervor, dass das KI-Geschäft im Jahr 2025 fast ein Drittel von Broadcoms Umsatz ausmachen könnte. Mit Anthropic hat Broadcom zudem einen weiteren bedeutenden KI-Kunden gewonnen, der bereits der vierte im Bunde ist.
Auch Analyst Vivek Arya von der Bank of America bestätigt die positive Einschätzung. Er hob sein Kursziel auf 500 US-Dollar und betonte, dass die nur leicht enttäuschenden Erwartungen lediglich von sehr optimistischen Anlegern stammten. Broadcoms solide Kundenbasis und finanzielle Stärke überzeugten weiterhin.

