Brauereien kündigen Preiserhöhungen an: Bierliebhaber müssen tiefer in die Tasche greifen
Erstmals seit Jahren stehen Biertrinker vor flächendeckenden Preiserhöhungen. Brauereien wie Krombacher und Veltins haben kürzlich die Preise sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie angehoben. Nach Angaben des Getränkemagazins "Inside" sind nicht nur große, sondern auch viele kleine Brauereien betroffen. Ob und wann diese Preissteigerungen bei den Verbrauchern ankommen, bleibt abzuwarten.
Getränkeexperte Marcus Strobl vom Marktforschungsinstitut NIQ rechnet damit, dass die neuen Preise erst nach Weihnachten realisiert werden, da der Handel vom Weihnachtsgeschäft profitieren möchte. Gleichzeitig werden verstärkte Sonderaktionen erwartet, um den rückläufigen Bierabsatz zu stützen. Diese könnten Konsumenten trotz steigender Preise Schnäppchen ermöglichen. Ein Blick auf die Preise zeigt, dass Verbraucher bei Aktionen besonders bei der Biersorte Pils zugreifen. Rund 70 % der Bierkästen werden zu Aktionspreisen angeboten, oft fünf Euro günstiger als der Standardpreis.
Neben den Flaschen wird auch Fassbier teurer, wie Änderungen bei der Radeberger Gruppe zeigen, die ab 2026 umgesetzt werden. Auch für die Gastronomie bedeuten die erhöhten Einkaufspreise größere finanzielle Belastungen, was zu unvermeidbaren Preisanpassungen führt. Zudem sind nicht nur alkoholische Getränke betroffen. Auch Marktführer Coca-Cola hat die Preise im niedrigen einstelligen Prozentbereich erhöht, was möglicherweise auf andere alkoholfreie Marken durchschlägt.
Die Marktentwicklung spiegelt sich in einem signifikanten Rückgang des Bierkonsums wider. Während der Absatz im Einzelhandel nur moderat um 2,1 % fiel, brach er in der Gastronomie um 8,6 % ein. Experten führen diese Entwicklung auf die demografischen Veränderungen sowie die Abnahme des Alkoholgenusses zurück.

