Brandanschlag am Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen: Keine Konsequenzen für den Bahnverkehr
Die Ermittlungen zu einem möglichen Brandanschlag am Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen sind in vollem Gange. Nach Angaben eines Sprechers der Wuppertaler Polizei wird von einer gezielten Brandstiftung ausgegangen.
Im Zentrum des Vorfalls steht ein Heizsystem für Weichen, das unerlässlich ist, um diese im Winter eisfrei zu halten. Da es derzeit nicht in Betrieb ist, blieben Konsequenzen für den Schienenverkehr aus.
Die Deutsche Bahn teilte mit, dass das Feuer vermutlich durch einen Brandbeschleuniger provoziert wurde. Der Brand brach nicht direkt an den Weichen, sondern in deren Umfeld aus. Zwei Kabel seien mutmaßlich absichtlich durchtrennt worden.
Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen, da ein politischer Hintergrund möglich erscheint. Einige Wochen zuvor ereigneten sich bereits ähnliche Vorfälle in Nordrhein-Westfalen: Brandsätze führten zu erheblichen Störungen des Fern- und Regionalverkehrs zwischen Düsseldorf und Duisburg. Landesinnenminister Herbert Reul brachte einen linksextremistischen Hintergrund ins Spiel. Solche Sabotageakte haben bereits in der Vergangenheit zu Diskussionen über die Sicherheit der Bahn-Infrastruktur geführt.

