BP steigert Produktion im dritten Quartal trotz schwächeren Ölhandelsergebnisses
Der britische Energie-Gigant BP hat im dritten Quartal seine Fördermengen im Bereich Öl und Gas gesteigert und damit die Erwartungen hinsichtlich der Vorquartalszahlen übertroffen. Ursprünglich hatte das Unternehmen einen leichten Rückgang der Produktion prognostiziert, nachdem es im zweiten Quartal rund 2,3 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag gefördert hatte. Trotz dieser Produktionssteigerung bleibt das Ergebnis im Ölhandel hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie von BP hat infolgedessen im frühen Handel um etwa 1,6 Prozent nachgegeben. Die detaillierten Quartalszahlen werden für den 4. November erwartet.
Unterdessen hat Albert Manifold, der neue Aufsichtsratschef, bei seinem Amtsantritt die Belegschaft aufgefordert, die Kostensenkung zu beschleunigen und den Verkauf von Vermögenswerten schneller voranzutreiben. CEO Murray Auchincloss hatte bereits im Februar eine Neuausrichtung des Unternehmens skizziert, die eine verstärkte Fokussierung auf die traditionellen Bereiche Öl und Gas nach enttäuschenden Investments in kohlenstoffarme Technologien vorsieht.
Ferner hat BP mitgeteilt, dass sich die Nettoverschuldung im dritten Quartal auf dem Niveau des Vorquartals von 26 Milliarden US-Dollar stabilisiert hat. Diese Entwicklung verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen der Konzern konfrontiert ist, während er gleichzeitig versucht, seine strategischen Neuausrichtungen voranzutreiben.

