Bosch will steuerliche Entlastung für innovative Technologien

28. Dezember 2025, 09:19 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Autoproduktion (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur
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Bosch-Chef Hartung fordert steuerliche Erleichterungen für innovative Technologien, um den Fortschritt trotz gesellschaftlicher Skepsis voranzutreiben.

Gerlingen - Bosch-Chef Stefan Hartung dringt auf einen anderen Umgang mit der Kultur des Scheiterns und des Risikos in Deutschland. "Insgesamt würde ich uns als Gesellschaft mehr Mut zum Risiko wünschen", sagte Hartung den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und bezog sich dabei auf Ergebnisse des Bosch Tech Compass, einer Studie mit einer Umfrage in sieben Ländern im Auftrag des Konzerns.

Demnach gaben 57 Prozent der rund 11.000 in sieben Ländern befragten Menschen an, dass sie sich einen Pause-Knopf bei der technologischen Entwicklung wünschen würden. In Deutschland ist demnach knapp jeder Zweite (47 Prozent) der Auffassung, dass man den technologischen Fortschritt bremsen sollte, bis man die Konsequenzen besser versteht.

Äußerst skeptisch sind die Deutschen im Ländervergleich in der Frage, ob der technologische Fortschritt die Welt besser mache. Lediglich 59 Prozent bejahten die Frage, nur in Frankreich (53 Prozent) sind die Befragten noch skeptischer. "Die Ergebnisse des Bosch Tech Compass deuten darauf hin, dass wir in Deutschland die gesellschaftliche Akzeptanz für Innovationen steigern müssen", sagte Hartung. Um Innovationen umzusetzen, müssten auch die Rahmenbedingungen stimmen. "Dazu gehören etwa Maßnahmen wie steuerliche Entlastung für Investitionen in innovative Technologien, mehr Agilität und weniger Bürokratie", so der Vorsitzende der Bosch-Geschäftsführung.

Der Umfrage zufolge finden lediglich 30 Prozent der in Deutschland Befragten, dass das hiesige Bildungssystem innovatives Denken fördere. Nicht einmal jeder Vierte (23 Prozent) ist der Auffassung, dass die Regulierung in Deutschland Innovationen erfolgreich fördert. Und nur 40 Prozent fühlen sich auf das KI-Zeitalter vorbereitet - auch hier ist Deutschland Schlusslicht unter den Befragten aus sieben Ländern, und das, obwohl 77 Prozent der Deutschen der Auffassung sind, dass die Künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren die einflussreichste Technologie sein wird.

Je konkreter Zukunftsszenarien abgefragt werden, desto skeptischer sind die Deutschen. So wäre nicht einmal jeder Fünfte hierzulande bereit, auf einem anderen Planeten zu leben, selbst wenn es technisch möglich wäre (19 Prozent). In Indien wären dazu zwei Drittel der Befragten bereit, in China jeder Zweite.

Und auch von der Möglichkeit, das eigene Gehirn direkt mit dem Internet zu verbinden, hält man in Deutschland der Umfrage zufolge wenig. Nur 13 Prozent wären dafür offen, der mit Abstand geringste Wert der Studie. Auch sind die Deutschen skeptisch, was die Herausgabe ihrer privaten Daten zur Gesundheitsvorsorge angeht (28 Prozent).

Für die Studie hat die Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH im Auftrag von Bosch 11.000 Menschen befragt. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien wurden jeweils 1.000 Personen befragt, in Brasilien, China, Indien und den USA jeweils 2.000 Personen. Bosch selbst wurde während der Befragung nicht als Auftraggeber genannt.

Wirtschaft / Deutschland / Unternehmen / Steuern / Innovation / Technologie
28.12.2025 · 09:19 Uhr
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