Boom von Individualsoftware im KI-Zeitalter?
Softwareentwicklung dank Künstlicher Intelligenz so günstg wie nie

22. Oktober 2025, 02:39 Uhr · Quelle: Pressebox
Boom von Individualsoftware im KI-Zeitalter?
Foto: Pressebox
Quellcode 360 Software Engineering Team
KI reduziert Kosten für Individualsoftware um 50 Prozent, öffnet Türen für KMU. Gleichzeitig wirft dies Fragen zu Stellenabbau und Marktveränderungen auf.

Meilen, 22.10.2025 (PresseBox) - „Eigene Unternehmenssoftware entwickeln lassen? Bestimmt viel zu teuer!" - Das bekomme ich als Geschäftsführer eines Schweizer IT-Unternehmens oft zu hören. Doch seit Künstliche Intelligenz (KI) die Softwareentwicklung beschleunigt und Plattformen wie n8n und ComfyUI den Einstieg in die Prozessautomatisierung vereinfachen, sind die Voraussetzungen - und die Kostenrechnung - grundlegend verändert. In unserem Unternehmen, das sich vor allem auf die Entwicklung von Individualsoftware für KMU und Startups sowie firmenspezifische KI Modelle konzentriert, liegt die Effizienzsteigerung durch KI heute bei circa 50 Prozent im Vergleich zum prä-KI Zeitalter, also vor etwa drei Jahren. Das hat zur Folge, dass Softwareentwicklung heute wesentlich günstiger ist als noch vor wenigen Jahren.

Individualsoftware so günstig wie nie - Beispiels aus dem Alltag

Ein individuelles Data-Scraping Tool für Onlineshop-Betreiber, welches automatisiert Preise der Konkurrenz ermittelt und tagesaktuelle Empfehlungen für eigene Verkaufspreise ausgibt um Umsatz und Gewinn zu optimieren, brauchte früher in der Umsetzung typischerweise mehr als 10 Arbeitsstunden, denn Zielseiten mussten akribisch analysiert werden um Daten wie Preise und Lagerstände aus verschachtelten HTML Tags zu extrahieren. Heute lässt sich dank KI gerade dieser analytische Teil innerhalb kürzester Zeit (Minuten) erledigen. Der Gesamtaufwand reduziert sich damit auf nur wenige Arbeitsstunden. Viele typische KMU-Projekte wie dieses können heute bereits ab CHF 500,00 (EUR 542,00) realisiert werden.

Komplexere Aufgaben, wie die Entwicklung eines individuellen ERP Systems, das perfekt an die Geschäftsprozesse angepasst ist, lassen sich heute bereits ab einmalig CHF 3'000,00 (EUR 3'247,00) realisieren, inklusive Kunden-, Artikel-, Zubehör-, Auftrags-, Rechnungs- & Mahnwesen, automatischen E-Mailversand sowie Kassen- und Buchhaltungs­anbindung; Mitarbeiter-Schulung inbegriffen. So umgesetzt beispielsweise für eine Rahmenwerkstatt in Wien und weitere Handwerksbetriebe im DACH-Raum.

Auch die Entwicklung firmenspezifischer KI-Sprachmodelle („Ihr eigenes ChatGPT“) samt Integration in bestehende Systeme (ERP/CRM) ist für kleinere Betrieb leistbar geworden. Der Nutzen: produktive Assistenten und Fach-Copiloten, die Ihr internes Wissen nutzen - mit planbaren Kosten; beim rein lokalen Betrieb ohne variable Gebühren.

Die starke Kostenreduktion durch den Einsatz von KI in der Softwareentwicklung könnte demnach disruptive Auswirkungen auf das Marktgeschehen haben. Einerseits ist vorstellbar, dass geringere Kosten im Software Engineering als Katalysator für die Digitalisierung dienen. Andererseits ist denkbar, dass Softwareunternehmen durch die gesteigerte Effizienz ins Straucheln geraten, wenn es Ihnen nicht gelingt ausreichend schnell Neukunden zu akquirieren um die Auftragsbücher zu füllen. Stellenabbau wäre die Folge. Diese zwei Szenarien möchte ich als Geschäftsführer eines mittelständischen Schweizer IT Unternehmens näher unter die Lupe nehmen.

KI als Beschleuniger der Digitalisierung?

Für Kleinunternehmer bedeuten sinkende Entwicklungskosten geringeres Risiko für Erstprojekte. KMU, die zuvor aus Budgetgründen gezögert haben, können heute mit kleinen, klar umrissenen Modulen starten (z. B. Data-Scraping oder andere einfache Schnittstellen/APIs) und diese bei Erfolg schrittweise ausbauen. Entscheidende Hebel sind Wiederverwendung von Standardbausteinen und eine saubere Architektur, die spätere Erweiterungen zulässt. In der Praxis funktioniert das insbesondere dort, wo Prozesse bereits grob dokumentiert sind und Verantwortliche bereit sind, Entscheidungen schnell zu treffen. Dann wird KI zum Beschleuniger: weniger manuelle Routinearbeit, schnelleres Prototyping, zügigere Go-Lives - und messbare Effekte in Wochen statt Monaten.

KI als Job-Killer?

Kurzfristig verschiebt KI Aufgaben: weniger monotones Coding, mehr Analyse, Architektur, Datenaufbereitung und Qualitätssicherung. Für kleine Teams wie im Fall der Quellcode 360 GmbH bedeutet das keine „Stellenvernichtung“, sondern eine Rollenverschiebung hin zu höherwertigen Tätigkeiten und mehr Projektdichte pro Kopf. Risiken entstehen vor allem dann, wenn Unternehmen Effizienzgewinne ausschliesslich zur Gewinnoptimierung nutzen, statt zusätzliche Wertschöpfung zu realisieren (neue Features, bessere Usability, tiefere Integrationen). Nachhaltig bedeutet KI zu nutzen, um Entwicklungszeit freizuspielen, diese Zeit in Produktqualität und Kundennutzen oder Neuprojekte zu investieren - und dadurch Auftragslage und Beschäftigung zu stabilisieren. In diesem Verständnis wird KI nicht zum Job-Killer, sondern zum Enabler für mehr Projekte, bessere Software und attraktivere Aufgabenprofile.

Gleichzeitig ist unübersehbar, dass grosse Konzerne Personal abbauen - jedoch überwiegend aus konjunkturellen und strategischen Gründen (Margendruck, höhere Finanzierungskosten, verhaltene Kundennachfrage) sowie wegen einer Priorisierung von Investitionen in KI-Infrastruktur. So kündigte Microsoft im Juli 2025 den Abbau von rund 9’000 Stellen an und begründete dies mit dem Balanceakt zwischen Kostendisziplin und massiven KI-Investitionen. Meta setzt die seit 2023 ausgerufene „Year of Efficiency“-Strategie fort, bei der Stellenstreichungen primär der Straffung von Strukturen und Profitabilität dienen. Amazon bereitet laut Berichten neue Kürzungen vor, um Personalkosten zu senken, während parallel aggressiv in KI-Produkte und Infrastruktur investiert wird. Salesforce meldete 2025 mehrere Restrukturierungsrunden, die offiziell mit einer Fokussierung auf KI-Plattformen und Effizienz begründet wurden - ein Signal für eine strategische Neuausrichtung, nicht nur für kurzfristige Personaleinsparungen. Branchenüberblicke bestätigen den Trend: Tech-Unternehmen reduzieren Belegschaften 2025 weiter, getrieben von makroökonomischer Unsicherheit, Investoren-Druck auf Margen und einem Kompetenz-Shift hin zu KI-nahen Rollen.

Unser Fazit

Viele unserer Projekte lassen sich heute mit rund 50 Prozent geringerem Aufwand realisieren, wodurch individuelle Softwareentwicklung für viele KMU und Startups erstmals erschwinglich wird. Dies führt dazu dass sich der Umfang des Kreises potenziell verfügbarer Kunden für Softwareunternehmen drastisch erweitert hat. IT Dienstleister sind nun gefordert diesen neuen Kundenpool zu adressieren und das erweiterte Digitalisieriungspotenzial auszuschöpfen. Aus unserer Sicht zählen damit agile, kleine bis mittlere Softwareunternehmen wie die Quellcode 360 GmbH zu den Gewinnern des KI Booms.

Software / KI / Individualsoftware / KMU / Softwareentwicklung
[pressebox.de] · 22.10.2025 · 02:39 Uhr
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