Booking-Chef warnt vor Abschreckung internationaler Touristen durch lange US-Grenzkontrollen
Der Chef von Booking Holdings, Glenn Fogel, sieht die USA im internationalen Tourismus ins Hintertreffen geraten. In den ersten sieben Monaten 2025 lag die Zahl ausländischer Flugreisender in die Vereinigten Staaten um 3,8 Prozent niedriger als im Vorjahr – ein Minus von 1,1 Mio. Ankünften. Im Juli beschleunigte sich der Rückgang auf 5,1 Prozent. Fogel macht unter anderem lange Wartezeiten an den Passkontrollen verantwortlich. „Es kann sehr frustrierend sein, wenn das Erste, was man sieht, eine lange Schlange ist“, sagte er der Financial Times.
Besonders kritisch werde die Lage mit Blick auf Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, und die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Fogel fordert Investitionen in mehr Personal und effizientere Abfertigungssysteme, um Besucher schneller durch die Grenzkontrollen zu schleusen. Zwar habe die Regierung begonnen, zusätzliche Kräfte einzuplanen, dennoch bremsten neue Gebühren – darunter eine ab Oktober fällige rückzahlbare „Visa Integrity Fee“ von 250 US-Dollar – die Nachfrage.
Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump verzeichnen mehrere Reiseplattformen rückläufige US-Buchungen. Laut Fogel sei Nordamerika in den vergangenen beiden Quartalen die am schwächsten wachsende Region seines Konzerns, dessen Markenportfolio unter anderem Booking.com und Priceline umfasst. Viele internationale Reisende wählten inzwischen Alternativen in Europa oder Asien. „Die Menschen reisen – sie reisen nur nicht in die USA“, fasste Fogel zusammen.


