Börsendebut von Asta Energy Solutions: Kupfer trifft auf Kapital
Der österreichische Kupferspezialist Asta Energy Solutions hat am Freitag einen beachtlichen Einstand an der Frankfurter Börse hingelegt. Während die Aktienkurse am Vormittag in der Spitze auf spektakuläre 43,50 Euro stiegen, lag der Ausgabepreis zuvor bei 29,50 Euro und somit am oberen Ende des anvisierten Rahmens. Der erste Börsenkurs von 43,00 Euro ebnete den Weg zu einem soliden Handelsschluss bei 40,00 Euro. Parallel dazu verzeichneten die Aktien des Ankeraktionärs Siemens Energy ein Plus von einem Prozent.
Asta Energy konnte insgesamt 6,45 Millionen Aktien erfolgreich platzieren, was einem Emissionsvolumen von 190 Millionen Euro entsprach. Der Börsenwert des Unternehmens wurde zum Ausgabepreis auf 420 Millionen Euro beziffert, wobei der Streubesitz nach der Zuteilung rund 39 Prozent beträgt. Der Mehrheitsanteil von knapp 55 Prozent bleibt in den Händen des österreichischen Unternehmers Michael Tojner, der in Deutschland auch als Großaktionär von Varta bekannt ist.
Vor dem Gang an die Börse hatte Asta Energy bereits namenhafte Investoren im Rücken. Siemens Energy und diverse Fonds sicherten sich Anteile im Wert von etwa 55 Millionen Euro, wobei Siemens Energy alleine rund 25 Millionen Euro investierte. Der Anteil für Privataktionäre beträgt etwa 1,2 Prozent des gesamten Platzierungsvolumens.
Durch eine Kapitalerhöhung fließen dem Unternehmen 125 Millionen Euro zu, die für Wachstumsinitiativen im Zuge der Energiewende vorgesehen sind. Geplant sind die Erweiterung der weltweiten Produktionskapazitäten sowie die Stärkung von Lieferketten. Mit einem globalen Mitarbeiterstamm von etwa 1.400 Personen produziert Asta Energy an sechs Standorten Kupferanwendungen, die sowohl in Hochspannungstransformatoren und Generatoren, als auch zunehmend in Rechenzentren Verwendung finden. Mittel fließen zudem in die Recycling-Sparte in Brasilien und Europa sowie zur Schuldentilgung bei der früheren Muttergesellschaft Montana.

