Börsen in Europa am Mittag: Weiter rote Vorzeichen, Alcatel-Lucent und SUEZ ENVIRONNEMENT legen deutlich zu

26. August 2009, 14:27 Uhr · Quelle: finanzen.net
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen zeigen auch am Mittwochmittag überwiegend rote Vorzeichen, wobei sich die Abschläge etwas vergrößert haben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 muss aktuell um 0,48 Prozent abgeben auf 2.787,71 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verliert daneben 0,60 Prozent auf 2.400,85 Zähler. Für den in Paris berechneten EURONEXT 100 geht es indes um 0,03 Prozent aufwärts auf 632,17 Indexpunkte. Auch die europäischen Länderbörsen melden mehrheitlich etwas höhere Verluste.

Die Vorgaben aus Übersee waren am Morgen positiv. Während die großen US-Börsen gestern mit leichten Gewinnen in den Feierabend gegangen sind, konnte der Nikkei 225 heute einen Aufschlag von knapp 1,4 Prozent verzeichnen. Wie gestern bekannt gegeben wurde, ist das US-Verbrauchervertrauen im August laut einer Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board deutlich gestiegen. Auch die US-Häuserpreise haben im Juni ihre Aufwärtsbewegung weiter fortgesetzt, wie aus dem S&P/Case-Shiller Home Price-Index hervorgeht. Heute ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 21. August 2009 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. Im Laufe des Nachmittags werden aus den USA noch die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter, die Verkäufe neuer Häuser und der Ölmarktbericht gemeldet.

Im französischen CAC40 preschen allen voran Alcatel-Lucent mit einem Plus von fast 16 Prozent nach vorne. Dabei profitiert der Telekomausrüster einerseits von einer Rating-Aufstufung durch Natixis. Zudem hat man einen Auftrag aus China erhalten. Wie der Technologiekonzern heute erklärte, wurde man von China Telecom mit dem Aufbau eines IP/MPLS Backbone in zehn chinesischen Provinzen beauftragt. Daneben können SUEZ ENVIRONNEMENT (+8,9 Prozent) und Veolia (+3,8 Prozent) kräftig zulegen. SUEZ ENVIRONNEMENT, der zweitgrößte Wasserkonzern in Europa, meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr um 13 Prozent gesunken ist, was mit einer schwächeren Nachfrage zusammenhängt. Die Wachstumsziele für 2009 wurden gesenkt. Für das zweite Halbjahr rechnet man jedoch mit einer besseren Entwicklung als in der ersten Jahreshälfte. Compagnie de Saint-Gobain stehen mit einem Minus von 4 Prozent am Ende des Index. Ansonsten verbuchen Renault, Schneider Electric, AcrelorMittal, Bouygues und BNP Paribas Abschläge von jeweils über 2 Prozent.

In Großbritannien gab der Werbe- und Marketingkonzern WPP heute bekannt, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr um 48 Prozent zurückgegangen ist, was auf Währungseffekte und höhere Finanzkosten zurückzuführen ist. Für das zweite Halbjahr rechnet der Konzern nach eigenen Angaben mit einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität. Die Aktie verliert derzeit 3,4 Prozent und befindet sich damit im unteren Drittel des FTSE 100. Weitere Top-Verlierer sind Antofagasta, Fresnillo, Cairn Energy und Tullow Oil mit Abschlägen von 3,9 bis 4,7 Prozent. Der Rohstoffkonzern Antofagasta meldete heute einen Gewinneinbruch um 70 Prozent. Die Aktie bildet am Mittag das Schlusslicht im britischen Leitindex. Stärkster Gewinner ist momentan Serco Group mit einem Plus von 5,9 Prozent, gefolgt von Admiral Group (+2,3 Prozent) und RBS (+2,3 Prozent). Der britische Wartungs- und Servicedienstleister Serco meldete heute, dass er seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 34 Prozent steigern konnte, was mit einem deutlichen Umsatzzuwachs zusammenhängt. Die Erwartungen konnten damit geschlagen werden.

In der Schweiz meldete heute der Lebensversicherer Swiss Life, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr um gut 91 Prozent eingebrochen ist, was mit Einmalerträgen im Vorjahr zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei verfehlt. Wie der Konzern weiter mitteilte, lanciert er ein umfassendes Maßnahmenpaket, um seine Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern, profitabel zu wachsen und seine Kosten zu senken. Dabei werden bis 2012 im Vergleich zum Jahr 2008 Effizienzsteigerungen und Einsparungen von rund 350 bis 400 Mio. CHF realisiert. Als Folge der Einsparungen baut Swiss Life in der Schweiz in den kommenden drei Jahren 520 Stellen ab. Die Aktie ist mit einem Minus von 6,2 Prozent auch am Mittag Top-Verlierer im SMI. Ansonsten können im Schweizer Leitindex derzeit Zurich und Novartis um 1,1 bzw. 0,9 Prozent zulegen, gefolgt von Swisscom und Richemont mit Aufschlägen von 0,8 bzw. 0,4 Prozent. Indes verlieren Titel von Baloise und ABB am unteren Ende jeweils über 2 Prozent.

In den Niederlanden verkündete der Bierkonzern Heineken heute, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr um 20 Prozent gestiegen ist, was mit Preiserhöhungen, Kostensenkungen und einem Einmalertrag zusammenhängt. Dabei wurden die Erwartungen übertroffen. Beim Nettogewinn vor Einmaleffekten wird für 2009 ein organisches Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Die Aktie verteuert sich in Amsterdam momentan um gut 7,5 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.787,71 (-0,48 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.400,85 (-0,60 Prozent) EURONEXT 100: 632,17 (+0,03 Prozent) FTSE 100 (London): 4.894,50 (-0,45 Prozent) CAC40 (Paris): 3.671,24 (-0,25 Prozent) MIB (Mailand): 22.565,30 (+0,41 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.346,10 (-0,71 Prozent) SMI (Zürich): 6.184,59 (-0,26 Prozent) ATX (Wien): 2.522,89 (-1,25 Prozent) (26.08.2009/ac/n/m)

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