Börsen im Rückwärtsgang: Politische Unsicherheiten bremsen europäische Aktien
Die europäischen Börsen wurden am Dienstag von einem Sturm aus politischer Unsicherheit heimgesucht, der die Anleger dazu veranlasste, einen großen Bogen um europäische Titel zu machen. Im Zentrum der Turbulenzen stand Frankreich. Politische Spannungen rund um den geplanten Sparhaushalt führen dazu, dass Premier François Bayrou die Vertrauensfrage im Parlament anstrebt, mit einer entscheidenden Abstimmung am 8. September. Damit droht der französischen Regierung eine potenziell destabilisierende Situation, die auch die internationalen Märkte nicht kaltlässt.
Nebem der Unsicherheit in Frankreich sorgten Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed und neuen Zolldrohungen seitens Washington in Richtung China für eine zusätzliche Bremsspur an den Märkten. Im Einklang damit verzeichnete der EuroStoxx 50 einen Rückgang um 1,11 Prozent auf 5.383,68 Punkte und verzeichnete damit den tiefsten Stand seit fast zwei Wochen. Auch der Londoner FTSE 100 notierte 0,60 Prozent schwächer, der schweizerische SMI fiel um 0,37 Prozent. Die Pariser Börse entpuppte sich als der größte Verlierer des Tages und markierte mit einer Einbuße von 1,7 Prozent einen alarmierenden Tiefpunkt.
Wirtschaftsexperten hegen die Befürchtung, dass ein Sturz der französischen Regierung erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Anleger bleiben angesichts der politischen Verwerfungen deutlich zurückhaltend.

