BMW übertrifft CO2-Normen: Mit E-Mobilität auf der Überholspur
Der Münchener Automobilhersteller BMW hat kürzlich beeindruckende Fortschritte bei der Senkung von CO2-Emissionen bekannt gegeben. Die Flotte der in der EU, Norwegen und Island verkauften Fahrzeuge verzeichnete im letzten Jahr einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von nur 90 Gramm pro Kilometer. Dies liegt um 2,9 Gramm unter dem vorgeschriebenen Grenzwert und markiert einen bedeutenden Erfolg für das Unternehmen.
Im Vergleich zu 2024 hat BMW die CO2-Emissionen in Europa um beachtliche 9,5 Gramm pro Kilometer reduziert. Ein wesentlicher Beitrag zu dieser Entwicklung ist die gestiegene Zahl elektrifizierter Fahrzeuge, die aktuell 41,1 Prozent der verkauften Modelle ausmacht. Mehr als die Hälfte dieser Fahrzeuge sind vollelektrische Autos, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wo der Anteil bei 35,9 Prozent lag.
Der scheidende Konzernchef Oliver Zipse hebt hervor, dass BMW die europäischen CO2-Ziele ohne die Inanspruchnahme von Flexibilisierung oder Pooling übertroffen hat. Zipse betont, dass Technologieneutralität und die konsequente Reduzierung von CO2-Emissionen Hand in Hand gehen, wobei die Effizienz aller angebotenen Antriebsformen entscheidend ist.
Interessanterweise sind die CO2-Emissionen von BMW-Fahrzeugen in der EU, Norwegen und Island niedriger als in Deutschland. Das Kraftfahrt-Bundesamt weist für BMW-Modelle in Deutschland einen höheren Emissionswert von über 100 Gramm pro Kilometer aus, was auf Unterschiede im Fahrzeugmix zurückzuführen sein könnte.
Es sei allerdings angemerkt, dass die veröffentlichten Zahlen auf den normierten Verbrauchswerten des WLTP basieren. Diese Werte können im realen Straßenbetrieb, je nach Fahrweise und anderen Faktoren, merklich abweichen - ein Phänomen, das alle Automarken betrifft.

