BMW trotzt Widrigkeiten mit starkem dritten Quartal
BMW hat im dritten Quartal trotz widriger Umstände eine beeindruckende Leistung gezeigt. Der Premium-Autobauer konnte sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum um ein Drittel auf 2,26 Milliarden Euro steigern. Wichtig zu erwähnen ist, dass im Vorjahr eine Auslieferungssperre aufgrund von Problemen mit einem Bremssystem maßgeblich zur Ergebnisbelastung beigetragen hatte. Die operative Marge in der Autosparte, ein zentraler Indikator für die Performance, verbesserte sich signifikant um fast drei Prozentpunkte auf 5,2 Prozent.
Interessanterweise übertraf das Ergebnis die Erwartungen der Analysten, die von einer etwas schwächeren Marge ausgegangen waren. BMW betonte zudem, dass ohne die Belastung durch erhöhte Einfuhrzölle in die USA und die EU die Marge um weitere 1,75 Prozentpunkte gestiegen wäre. Herausforderungen blieben jedoch bestehen, insbesondere auf dem schwächelnden chinesischen Markt, wo ein intensiver Preiskampf tobt. Auch der schwache Dollar drückte auf die Bilanz.
Trotz einer Steigerung der Auto-Auslieferungen um fast 9 Prozent auf 588.140 Fahrzeuge blieb der Gesamtumsatz mit 32,3 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. Dennoch verbuchte BMW unter dem Strich einen Reingewinn von 1,70 Milliarden Euro – mehr als das Dreifache des Vorjahreswertes. Unternehmenschef Oliver Zipse bestätigte die im Oktober wegen der China-Probleme gesenkte Jahresprognose.

