Blitzblankes Chaos lähmt Flughäfen in Mitteleuropa
Ein seltener Wetterumschwung in Form von Blitzeis hat den Luftverkehr am Flughafen Wien temporär zum Erliegen gebracht. Wie ein Sprecher des Flughafens mitteilte, waren etwa 140 Flüge betroffen. So mussten einige Verbindungen abgesagt oder umgeleitet werden, während andere mit erheblichen Verspätungen den Betrieb aufnahmen. Um die Mittagszeit konnte der Flugbetrieb schrittweise wiederaufgenommen werden, doch es wird einige Zeit dauern, bis wieder Normalität einkehrt – voraussichtlich bis Mittwoch.
Ursache für das Chaos war ein Wetterphänomen, das auf einen nächtlichen Wechsel von Schnee zu Regen zurückzuführen ist. Der Niederschlag gefror auf den kalten Bodenflächen und machte einen regulären Flugbetrieb trotz intensiven Einsatzes von Räumfahrzeugen unmöglich.
Sogar die nahegelegenen Flughäfen in Bratislava und Budapest litten unter der gleichen Wetterlage und mussten den Betrieb einstellen. Bratislava, nur etwa 50 Kilometer von Wien entfernt, konnte somit ebenfalls nicht als alternativer Landeplatz genutzt werden.
Eine Kommission von Wetterexperten wurde einberufen, um die Lage zu bewerten und einen zeitnahen Neustart der Flüge zu ermöglichen. In Budapest traten zusätzlich zu vereisten Start- und Landebahnen auch starker Schneefall und Hagel auf. Der Flughafenbetreiber in Ungarn erklärte, dass die Enteisungsmaßnahmen aufgrund erneuten Zufrierens nur kurzzeitig Abhilfe schaffen konnten.
Besonders dramatisch war ein Vorfall mit einem Frachtflugzeug vom Typ Boeing 777F der Ethiopian Cargo, das auf dem vereisten Rollfeld ins Rutschen geriet. Schäden wurden zunächst nicht bekannt gegeben, doch behält die Fluggesellschaft die Lage genau im Auge.

