Bitcoin-Kursanalyse: Diese Schlüsselmarken muss BTC zurückerobern, um den Abwärtstrend zu beenden

Die übergeordnete Struktur von Bitcoin zeigt weiterhin einen dominanten Abwärtstrend, obwohl die jüngsten Kursbewegungen einen kurzfristigen Erholungsversuch aus der wichtigen Nachfragezone um $60.000 bis $62.000 erkennen lassen. Der Markt befindet sich derzeit zwischen einer langfristigen bärischen Struktur und einer sich entwickelnden kurzfristigen Korrekturerholung.
Bitcoin-Kursanalyse: Der Tageschart
Auf dem Tageschart handelt der Bitcoin weiterhin innerhalb eines klar definierten absteigenden Kanals, dessen obere und untere Grenzen die makroökonomische Struktur bestimmen. Nach dem Verlust der $79.000-Marke und dem deutlichen Durchbruch unter die $75.000-Spanne beschleunigte sich der Rückgang in Richtung der wichtigen blauen Nachfragezone um $60.000, wo eine starke Reaktion erfolgte.
Der jüngste Anstieg aus dieser Region hat den Preis zurück in den Bereich der mittleren bis hohen $60.000 gebracht, doch die Gesamtstruktur bleibt korrektiv. Der Kurs handelt weiterhin unterhalb der Mittellinie des Kanals und unter den 100- und 200-Tage-Durchschnittslinien, die beide abwärts geneigt sind.
Solange Bitcoin unter der gebrochenen Unterstützung bei $75.300 und unter dem Fibonacci-Cluster von $78.900 bis $81.400 bleibt, bleibt die übergeordnete Tendenz auf dem Tageschart bärisch. Die aktuelle Erholung scheint eher ein Pullback innerhalb eines dominanten Abwärtstrends zu sein als der Beginn einer bestätigten Umkehr.
BTC/USDT 4-Stunden-Chart
Im 4-Stunden-Zeitrahmen wird die korrektive Natur der Erholung deutlicher. Nach dem scharfen Rückgang in die $60.000-Region bildete sich eine lokale Basis, und es begann eine Erholung in Richtung der $70.000-Marke. Diese Erholung vollzieht sich jedoch unterhalb einer absteigenden Trendlinie und unterhalb der vorherigen Ausbruchsstruktur.
Die Angebotszone von $73.000 bis $76.000, die zuvor als Unterstützung diente, stellt nun einen starken Widerstandsbereich dar. Solange die Kryptowährung diese Region nicht zurückerobert und die Abfolge niedrigerer Hochs nicht ungültig macht, bleibt die kurzfristige Struktur anfällig für einen weiteren Rückgang.
Die jüngste Konsolidierung im Bereich der hohen $60.000 spiegelt ein vorübergehendes Gleichgewicht zwischen Käufern, die das höhere Tief verteidigen, und Verkäufern, die den Widerstand schützen, wider. Ein entschlossener Durchbruch über die absteigende Trendlinie könnte den Weg in Richtung der mittleren $70.000 öffnen, während ein Scheitern, das Momentum aufrechtzuerhalten, die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Tests der $60.000-Nachfragezone erhöht.
On-Chain-Analyse
On-Chain-Daten des Long-Term Holder SOPR (LTH-SOPR) deuten darauf hin, dass der anhaltende Abwärtsdruck selbst die widerstandsfähigsten Bitcoin-Investoren zu beeinflussen beginnt, was eine subtile, aber wichtige Verschiebung in der Marktdynamik markiert.
Obwohl der jährliche Durchschnitt des LTH-SOPR bei 1,87 bleibt, ist die Kennzahl kürzlich unter die kritische 1,0-Schwelle gefallen und hat 0,88 erreicht – eine Konfiguration, die seit den späten Phasen des Bärenmarktes 2023 nicht mehr gesehen wurde. Historisch gesehen treten solche Einbrüche in fortgeschritteneren Korrekturphasen auf, wenn selbst starke Hände beginnen, ihre Positionen unter anhaltendem Druck zu reduzieren.
Dennoch zeichnet sich auf breiterer Zeitebene ein differenzierteres Bild ab. Der monatliche Durchschnitt des SOPR liegt weiterhin bei 1,09, was darauf hindeutet, dass langfristige Inhaber insgesamt noch Gewinne realisieren. Eine vollständige Kapitulation ist typischerweise mit viel tieferen Kompressionen verbunden, wobei frühere Bärenmarkttiefs durch monatliche SOPR-Werte nahe 0,5 gekennzeichnet waren.
In diesem Kontext bestätigt die aktuelle Bewegung noch keine strukturelle Kapitulation. Vielmehr signalisiert sie einen frühen Stress unter den langfristigen Teilnehmern – einen Wendepunkt, der sich stabilisieren könnte, wenn sich die Marktbedingungen verbessern, oder sich zu einer tieferen Verteilung entwickeln könnte, sollte der Verkaufsdruck zunehmen.

