Bitcoin 10% unter seinem Hoch – aber versteckte On-Chain-Daten erzählen eine andere Geschichte
Bitcoin (BTC) steht weiterhin unter Druck, nachdem es ihm nicht gelungen ist, nach seinem jüngsten Allzeithoch von über $124.000 an Dynamik zu gewinnen. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird der Vermögenswert bei $112.0474 gehandelt, was einen Rückgang von 7,5 % in den letzten zwei Wochen widerspiegelt.
Die jüngsten Bewegungen kommen, da Analysten On-Chain-Metriken untersuchen, um zu bewerten, ob die aktuelle Verlangsamung eine Pause im laufenden Bullenzyklus oder den Beginn einer breiteren Korrektur darstellt.
Aktive Adresswachstum signalisiert widerstandsfähige Nutzerbasis
Der Analyst stellt fest, dass langfristige Daten eine starke Korrelation zwischen der Adressaktivität und den Marktzyklen zeigen, wobei Spitzen häufig mit Höchstständen und Rückgänge mit Bärenmärkten zusammenfallen.
PelinayPA beschrieb, wie aktive Adressen historisch Bitcoin’s breiteres Preisverhalten nachverfolgt haben. Von 2010 bis 2016 wuchs die Zahl der Adressen stetig, während die Akzeptanz von Bitcoin zunahm. Der Bullenmarkt 2017 brachte einen starken Anstieg, während der Rückgang 2018–2019 sowohl bei Adressen als auch beim Preis einen Rückgang sah. Der jüngste Zyklus hat erneut die Beziehung hervorgehoben, wobei Adressen entlang Bitcoin’s Lauf auf neue Höchststände in 2020–2021 sprunghaft anstiegen, bevor sie 2022 während der Marktkorrektur wieder fielen.
Seit 2023 hat sich die Aktivität jedoch stabilisiert, mit täglich aktiven Adressen, die durchweg zwischen 900.000 und 1 Million liegen. Derzeit sind etwa 919.000 Adressen aktiv, was eine anhaltende Nutzung des Netzwerks widerspiegelt.
PelinayPA betonte, dass obwohl Adressen allein kein perfekter Preisindikator sind, eine konstant erhöhte Aktivität langfristige Unterstützung für Bitcoin’s Bewertung bietet.
Wenn die Anzahl der Adressen über 1 Million bleibt, könnte dies das Argument für weitere Gewinne untermauern, mit potenziellen Zielen im Bereich von $150.000–$200.000. Umgekehrt würde ein starker Rückgang der Adressaktivität eine verringerte Nachfrage signalisieren und die Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung in den Bereich von $80.000–$90.000 erhöhen.
Bitcoin-Börsenzuflüsse erreichen Mehrjahrestiefs
Neben der Nutzeraktivität bieten Börsenzuflüsse eine weitere Perspektive auf die aktuellen Marktbedingungen. CryptoOnchain, ein anderer Analyst von CryptoQuant, hob hervor, dass der 30-Tage-Durchschnitt der Zuflüsse von Bitcoin auf den niedrigsten Stand seit Mai 2023 gefallen ist.
Historisch gesehen deuten niedrige Börsenzuflüsse auf einen reduzierten Verkaufsdruck hin, da weniger Coins zu Handelsplattformen zwecks Liquidation bewegt werden. Dieser Trend ist besonders auf großen Börsen wie Coinbase und Binance bemerkenswert.
Auf Coinbase, einer Plattform, die oft mit US-amerikanischen und institutionellen Investoren assoziiert wird, sind die Zuflüsse erheblich zurückgegangen, was auf eine verminderte Verkaufsaktivität von großen Inhabern hinweist. Ein ähnliches Muster ist bei Binance sichtbar, das weiterhin die höchsten globalen Handelsvolumina aufweist.
Laut CryptoOnchain könnte die Kombination aus niedrigeren Zuflüssen und steigenden Preisniveaus auf ein Umfeld hindeuten, in dem das verfügbare Angebot begrenzt ist, was Bedingungen schaffen könnte, die mittelfristig höhere Bewertungen unterstützen.

