Bildungsausgaben auf Rekordniveau: Bund und Länder investieren umfangreich
Die Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden im Bildungsbereich erreichten im vergangenen Jahr das beeindruckende Volumen von 198 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 13 Milliarden Euro oder 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt bekannt gab. Pro Kopf kletterten die Investitionen auf 2.400 Euro, was eine Steigerung um 200 Euro im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Besonders eindrucksvoll ist die Pro-Kopf-Ausgabe bei den unter 30-Jährigen, die mit 8.000 Euro deutlich über dem Durchschnitt liegt. Der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich auf 4,6 Prozent, eine bemerkenswerte Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 4,4 Prozent.
Schulen profitieren erheblich von diesen finanziellen Mitteln: Fast die Hälfte, nämlich 97 Milliarden Euro, wurde in diesen Bereich investiert. Auch die Kindertagesbetreuung erhielt signifikante finanzielle Unterstützung mit 49 Milliarden Euro, was einem Viertel der Gesamtausgaben entspricht.
Mit 38 Milliarden Euro flossen beträchtliche Mittel an die Hochschulen, nahezu ein Fünftel des gesamten Budgets. Zusätzlich wurden 14 Milliarden Euro für Fördermaßnahmen, Jugend- und Verbandsarbeit sowie verschiedene Bildungsmaßnahmen bereitgestellt.
Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei der Verteilung der Ausgabenquellen: Die Bildungsausgaben des Bundes sanken um 1,6 Prozent auf 11 Milliarden Euro, was teilweise durch den Wegfall der Energiepauschale bedingt ist. Im Jahr 2023 hatte der Bund eine Milliarde Euro für einmalige Zahlungen an Studierende, Schülerinnen und Schüler aufgebracht, was in 2024 entfiel.
Dagegen legten die Länder mit 135 Milliarden Euro und einem Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stark zu. Auch die Gemeinden erhöhten ihre Bildungsausgaben um 10 Prozent auf 52 Milliarden Euro, mit einem besonderen Augenmerk auf die Förderung der Kindertagesbetreuung und des Schulbereichs.

