Bilateraler Handelspakt zwischen USA und Schweiz in Sicht
Die amerikanische und schweizerische Regierung nähern sich einem bedeutenden Handelsabkommen an, das Zölle auf Pharmaprodukte abwenden könnte. Ein besonderes Augenmerk des Entwurfs liegt darauf, die Schweiz bei nationalen Sicherheitsuntersuchungen bevorzugt zu behandeln, um mögliche Handelshemmnisse für Pharmaexporte zu verringern. Eine entsprechende Entwicklung dürfte insbesondere für die Pharmabranche von entscheidender Bedeutung sein.
Derweil hat US-Präsident Donald Trump ein umstrittenes Steuer- und Ausgabengesetz unterzeichnet, das seine interne politische Agenda unterstützt. Trotz einiger Kontroversen wurde das fast 900-seitige Gesetz vom Repräsentantenhaus verabschiedet und fällt mit dem Unabhängigkeitstag der USA zusammen. Diese gesetzgeberische Entwicklung wird von vielen als Triumph für Trumps Administration gewertet.
Im internationalen Handelsszenario hat China neue Zölle auf Weinbrandimporte aus der Europäischen Union verkündet. Die Aufschläge variieren zwischen 27,7 und 34,9 Prozent, es sei denn, die Importeure halten sich an Preisverpflichtungen. Diese Maßnahme ist ein weiteres Kapitel im fortdauernden Handelsstreit zwischen Peking und Brüssel.
In wirtschaftlichen Nachrichten aus Europa haben die dringend erwarteten Erzeugerpreise in der Eurozone einen Rückgang verzeichnet, der hauptsächlich auf gesunkene Energiepreise zurückzuführen ist. Parallel dazu meldet das deutsche Statistische Bundesamt unerwartete Rückgänge bei den Industrieaufträgen im Mai, obwohl diese durch positive Revisionen der April-Daten teilweise ausgeglichen werden könten.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde plädiert für eine Stärkung des EU-Binnenmarkts als Reaktion auf die US-Zollpolitik. Sie sieht großes Potenzial in einer effizienteren Mobilität von Gütern, Kapital und Menschen innerhalb Europas und fordert dazu auf, nationale Hürden abzubauen.
Ein tragisches Ereignis in Russland überschattet diese Nachrichten: Der stellvertretende CEO des russischen Ölriesen Transneft, Andrej Badalow, starb unter verdächtigen Umständen nach einem Fenstersturz in Moskau, was erneut Aufmerksamkeit auf die mysteriösen Todesfälle in der russischen Elite lenkt.

