Bevor Sie Bitcoin gegen Gold eintauschen, sollten Sie diese Warnung beachten

Bitcoin-Befürworter warnen Investoren davor, Bitcoin (BTC) zu verkaufen, um in Gold zu investieren, auch wenn der Goldpreis über $4.000 pro Unze gestiegen ist. Marktanalyst Matthew Kratter betont, dass die Eigenschaften von Bitcoin — wie die einfache Übertragbarkeit, klare Regelung der Angebotsmenge und Teilbarkeit — es langfristig zu einem stabileren Wertspeicher machen könnten als Gold.
Problematik der Goldversorgung
Kratter weist darauf hin, dass das Goldangebot seit Jahrzehnten jährlich um etwa 1 bis 2 % steigt. Bei diesem Wachstum würde sich die Goldmenge etwa alle 47 Jahre verdoppeln. Große neue Funde könnten zu einem Überschuss führen und letztlich die Preise nach einem Zwischenhoch wieder senken.
Historisch gesehen haben plötzliche Zuflüsse an Edelmetallen bereits Wirtschaftssysteme verändert. So trug das Gold aus der Neuen Welt im 16. Jahrhundert zur Inflation und zum Niedergang der spanischen Macht bei.
Praktische Grenzen von Gold
Die physische Natur von Gold schafft Beschränkungen in einem zunehmend digitalen Wertübertragungssystem. Der Transport großer Mengen ist teuer und risikobehaftet. Kratter argumentiert, dass tokenisiertes Gold — also digitale Token, die physische Reserven repräsentieren sollen — wiederum mit einem Gegenparteirisiko verbunden sind. Emittenten könnten mehr Token ausgeben, als durch Rücklagen gedeckt sind, Rücknahmen verweigern oder die Reserven beschlagnahmt sehen.
Diese Bedenken haben einige Investoren dazu gebracht, sich für leichter übertragbare und verifizierbare Vermögenswerte im Internet zu entscheiden.
Industriemetalle holen auf
Im Jahr 2025 konnten Industriemetalle ebenfalls erhebliche Gewinne verzeichnen. Kupfer, Lithium, Aluminium und Stahl waren in vielen Märkten ebenso stark gefragt wie Gold. Die Nachfrage durch KI-Rechenzentren, Elektrofahrzeuge und Projekte im Bereich erneuerbare Energien ist gestiegen. Gleichzeitig sorgten Angebotsunterbrechungen wie Minenschließungen für einen angespannten Markt, was die Preise in die Höhe trieb.
Zölle und Handelsaktivität
Handelspolitische Entscheidungen trugen weiter zur Marktdynamik bei. US-Präsident Donald Trump kündigte 50%-Zölle auf bestimmte Kupfer-, Stahl- und Aluminiumprodukte an, was Händler und Käufer dazu veranlasste, Lieferungen vorzuziehen und Vorräte anzulegen. Diese Vorziehkäufe entwässerten die verfügbaren Bestände zeitweise und ließen die Preise stark schwanken. Kurzfristige Zollandrohungen können große Bewegungen verursachen, da Unternehmen versuchen, zukünftige Kosten durch frühere Käufe zu vermeiden.
Wo Bitcoin ins Bild passt
Die Debatte zwischen Gold und Bitcoin bleibt lebendig. Verfechter von Bitcoin heben die Knappheit — das feste Angebotslimit von BTC — sowie die Geschwindigkeit der Transfers hervor. Goldbefürworter argumentieren, dass Gold seit Jahrhunderten als Geldmittel genutzt wird und die Volatilität von Bitcoin für einige Anleger ein Problem darstellt.
Der Aufschwung bei Industriemetallen eröffnet einen dritten Weg: Diese Materialien stehen im Zusammenhang mit realwirtschaftlicher Aktivität, nicht nur mit sicheren Häfen. Analysten empfehlen, unterschiedliche Risiken abzuwägen. Gold kann in turbulenten Zeiten als Absicherung dienen, jedoch können konstante Minenproduktion und große Entdeckungen den langfristigen Wert beeinflussen. Industriemetalle könnten weiter steigen, wenn die Nachfrage nach Energie und Technologie anhält. Unterstützer von Bitcoin argumentieren, dass seine digitalen Eigenschaften besser zu einer Welt passen, die schnelle und verifizierbare Übertragungen schätzt.

