Besuch in Kiew: Deutsche Unterstützung für ukrainische Energieinfrastruktur angekündigt
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ist mit einer Wirtschaftsdelegation in der Ukraine eingetroffen, um konkrete Hilfen für die angegriffene Energieinfrastruktur des Landes anzubieten. Die Ministerin betonte bei ihrer Ankunft in Kiew, dass Deutschland alles daran setzen werde, um die Ukraine sicher durch die Wintermonate zu bringen.
Der Wiederaufbau der zerstörten Energieanlagen stehe hierbei im Vordergrund, da Russland gezielt die Energieversorgung der Ukraine angreife, um die Bevölkerung zu ermüden. Zusätzlich zur bereits zugesagten finanziellen Unterstützung stellt Deutschland weitere Mittel bereit, insbesondere für den Erdgasimport. Reiche hob hervor, dass 55 bis 60 Prozent der ukrainischen Gasinfrastruktur durch Angriffe in Mitleidenschaft gezogen worden seien.
Berlin hat bisher ein Drittel zu einem speziell eingerichteten Energieunterstützungsfonds von insgesamt 390 Millionen Euro beigetragen. Außerdem sollen im Rahmen ihrer Reise auch deutsche Drohnenhersteller mögliche Kooperationen mit der ukrainischen Rüstungsindustrie sondieren. Die Ukraine kämpft weiterhin mit erheblichem westlichem Beistand gegen die Invasion Russlands, die vor über dreieinhalb Jahren begonnen wurde.

