Beschleunigungsgesetz der Bundeswehr: Ein neues Kapitel für die Truppe
Das neu ins Leben gerufene Bundeswehr-Planungs- und Beschaffungsbeschleunigungsgesetz (BwPBBG) könnte der langanhaltenden Beschaffungsmisere der deutschen Streitkräfte ein Ende setzen. Mit diesem Gesetz zielt Verteidigungsminister Boris Pistorius darauf ab, die Prozesse rund um Bauprojekte, die Sanierung von Kasernen sowie die Beschaffung von Waffen, Munition und zivilen Gütern deutlich zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Nachdem die finanziellen Hürden bereits überwunden wurden, erhält der Minister durch das Gesetz neue Spielräume, die ihm gestatten, die Bürokratie maßgeblich zu reduzieren. Diese Möglichkeiten machen Boris Pistorius zum ersten Verteidigungsminister in Deutschland, der in dieser Hinsicht derartige Freiheit genießt.
Gleichzeitig erhöht sich der Druck auf ihn, Erwartungen zu erfüllen: Es gilt, die Bundeswehr zur schlagfertigsten konventionellen Streitmacht in Europa zu transformieren. So bleibt die Herausforderung trotz der Erleichterungen durch das neue Regelwerk eine anspruchsvolle Aufgabe, die nur mit Entschlossenheit gemeistert werden kann.

