Berlusconis Coup in der Medienbranche: MFE sichert sich Mehrheit an ProSiebenSat.1
Die Aktien von ProSiebenSat.1 verzeichneten einen deutlichen Anstieg, nachdem der tschechische Investor PPF angekündigt hatte, seine Beteiligung von knapp 15,7 Prozent an Media for Europe (MFE) zu veräußern. Dies erhöht die Beteiligung der Berlusconi-Gesellschaft MFE auf rund 60 Prozent und lässt Raum für weitere Expansionen.
In Mailand kletterte der Kurs der A-Aktie von MFE um beachtliche 8 Prozent, was zeigt, dass die Marktteilnehmer in dem Deal erhebliche Vorteile für den italienischen Medienkonzern MFE sehen. Ein Händler merkte an, dass die potenziellen operativen Fortschritte für MFE im Fokus der Anleger stünden.
Die Offerte von MFE an die ProSiebenSat.1-Aktionäre enthält neben einer Bargeldkomponente von 4,48 Euro je Aktie auch 1,3 MFE-Aktien. Bei einem MFE-Aktienkurs von zuletzt 2,98 Euro bemisst sich der Gesamtwert des Angebots je ProSiebenSat.1-Aktie aktuell auf etwa 8,35 Euro. Auf Xetra notierten die ProSieben-Aktien zuletzt bei 8,29 Euro, was einen Anstieg von rund dreieinhalb Prozent im Vergleich zum Vortag bedeutet.
Analysten zeigten sich wenig überrascht von dem Verkauf. Angesichts der im Juli von MFE erhöhten Offerte war der Schritt von PPF erwartet worden, was den Weg für eine stärkere Kontrolle durch die Berlusconi-Holding ebnete.

