Berliner Hauptstadtflughafen BER trotzt Herausforderungen mit Passagierwachstum
Der Berliner Flughafen BER verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 ein leichtes Passagierwachstum. Insgesamt 12,1 Millionen Reisende starteten und landeten am Flughafen, was einem Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz dieses Aufwärtstrends bleibt der Flughafen jedoch hinter den Zahlen des bedeutenden Vergleichsjahres 2019 zurück.
Die Anzahl der Starts und Landungen stieg auf 92.500, lag jedoch nach wie vor unter den Werten von 2019, als die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld 145.000 Flugbewegungen verzeichneten. Das Jahr 2019 ist für die Tourismusbranche nach wie vor ein wichtiger Maßstab, da die nachfolgende Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen auf den Luftverkehr hatte.
Ein bedeutender Einflussfaktor im Sommerflugplan ist der Rückzug von Ryanair. Wie Unternehmenssprecher Axel Schmidt erklärte, sind die hohen staatlichen Gebühren und Steuern in Deutschland ausschlaggebend für die Reduzierung der Aktivitäten von Ryanair am BER. Dies führte zu einer Verringerung der angebotenen Sitzplätze um 18 Prozent im Sommerflugplan 2025.
Im Vergleich dazu bietet Easyjet im selben Zeitraum 1,56 Millionen Sitzplätze an, während Eurowings und Lufthansa 990.000 beziehungsweise 870.000 Plätze bereitstellen. Trotz dieser Herausforderungen konnte der BER im Jahr 2024 insgesamt 25,5 Millionen Passagiere zählen, ein Zuwachs von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Gleichzeitig zeigte der Flughafen finanzielle Verbesserungen: Die Schulden wurden um 78,4 Millionen auf 134,4 Millionen Euro reduziert, während das EBITDA um 22 Prozent auf 152,3 Millionen Euro stieg. Aufgrund dieser Entwicklungen strebt die Flughafenleitung unter Aletta von Massenbach eine finanzielle Unabhängigkeit an, die ab 2026 über die Refinanzierung durch Finanzinstitute gesichert werden soll.

