Berlin zieht gegen Fake-Shops in den Kampf
Berlin unternimmt Schritte, um Verbraucher besser vor betrügerischen Online-Shops zu schützen, und plädiert auf Bundesebene für gesetzliche Anpassungen. Verbraucherschutzsenatorin Felor Badenberg lenkt die Aufmerksamkeit auf das wachsende Problem der sogenannten 'Fake-Shops', die immer professioneller auftreten. Diese illegalen Anbieter verursachen nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern untergraben auch das Vertrauen in den digitalen Handel, wie die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur gegenüber erkäuterte.
Im Rahmen der aktuell in Berlin stattfindenden Konferenz der Länder-Verbraucherschutzminister ist das Thema eines der Hauptanliegen unter Badenbergs Vorsitz. Die Senatorin kündigte einen Antrag an, der auf eine effizientere Verbraucherschutzregelung abzielt, indem vorhandene Gesetzeslücken geschlossen werden sollen. Badenberg kritisiert, dass Vermittlungsdienste wie Online-Suchmaschinen, Vergleichsportale oder Online-Marktplätze in der Regel nur selten in Haftung genommen werden.
'Unser Beschlussvorschlag zielt darauf ab, diese Dienste stärker in die Verantwortung zu nehmen und die behördliche Rechtsdurchsetzung zu stärken, um die Abschaltung von Fake-Shop-Webseiten zu erleichtern', so die Senatorin weiter. Daten der Verbraucherschutzzentralen zeigen, dass 2024 monatlich rund 1.600 neue 'Fake-Shops' entstehen.
Kunden erhalten oft fehlerhafte Ware oder gar keine Lieferung, während Käuferdaten häufig gestohlen oder missbraucht werden. Eine Schufa-Umfrage ergab, dass etwa ein Viertel der Geschädigten Verluste zwischen 1.000 und 10.000 Euro erleidet.

