Berlin und London bündeln Kräfte: Neue Impulse für Ukraine-Hilfe
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Rustem Umjerow in Berlin deutlich gemacht, dass Deutschland die vorübergehend eingestellte US-Militärhilfe an die Ukraine durch eigene Maßnahmen kompensieren möchte. Besonders im Fokus steht ein bereits diskutiertes Hilfspaket in Höhe von drei Milliarden Euro, das im Zusammenspiel mit der Union besprochen wird. Pistorius betonte seine Entschlossenheit, diese Pläne zügig voranzutreiben.
Die Finanzierung dieses Paketes könnte den Weg für die Bereitstellung weiterer Luftverteidigungssysteme ebnen, darunter mehrere moderne Artilleriesysteme wie die Panzerhaubitze 2000 und die neue Radhaubitze RCH 155. Beide Equipments könnten die Fähigkeiten der ukrainischen Landstreitkräfte signifikant verstärken.
Ein weiteres Augenmerk legt Pistorius auf die Zusammenarbeit mit Großbritannien. Gemeinsam mit seinem britischen Amtskollegen John Healey plant er, die Leitung der Ukraine-Kontaktgruppe zu übernehmen. Dies soll die Koordination der Rüstungslieferungen und der entsprechenden Hilfe sicherstellen. „Die Situation erfordert unser entschlossenes Handeln“, erklärte Pistorius nachdrücklich.
Umjerow dankte für die umfassende Unterstützung Deutschlands. Bisher beläuft sich die deutsche Militärhilfe auf insgesamt rund 28 Milliarden Euro, was einen bedeutenden Anteil an der europäischen Gesamtförderung darstellt. Die Rolle Deutschlands als bedeutender Akteur in der Flugabwehr wurde dabei besonders hervorgehoben. Die Ukraine setzt ihr Abwehrbestreben gegen die russische Invasion weiterhin fort, flankiert von starker westlicher Unterstützung.

