Bayern hebt Wohnungsbauförderstopp auf: Neue Impulse für Kommunen und Studierende
Die bayerische Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder hat beschlossen, den Stopp der Wohnungsbauförderung aufzuheben, was eine willkommene Kehrtwende für viele Kommunen und Studenten im Freistaat bedeutet. Auf der jüngsten Kabinettsklausur in Gmund am Tegernsee verkündete Söder, dass Anträge auf kommunale und studentische Bauprojekte ab sofort wieder genehmigt werden können. Für diesen Zweck stehen bis zu 400 Millionen Euro bereit, die aus Mitteln für 2026 umgewidmet werden, da der Haushalt für dieses Jahr noch nicht verabschiedet ist.
Die nächsten Schritte zur Stabilisierung des Bauprogramms sollen im Herbst bei der Aufstellung des neuen Haushalts beschlossen werden. Ab dem Jahr 2026 plant die Regierung, ein konsolidiertes Jahresprogramm für sämtliche Baufördermaßnahmen zu etablieren. Diese Initiative könnte nicht nur die Finanzierungsbasis verbessern, sondern auch Planungssicherheit für die betroffenen Projekte bieten.
In den letzten Monaten führte der abrupt eingestellte Förderfluss zu Unmut und Kritik, insbesondere, da der Bau kostengünstiger Wohnungen brachlag und die Fertigstellung neuer Projekte stockte. Der Verband der Bayerischen Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) prognostiziert für dieses Jahr die Realisierung von lediglich 3.000 Wohnungen bei seinen Mitgliedern, ein Rückgang, der bereits im Vorjahr spürbar war.

