Bayer verlängert Vertrag von CEO Bill Anderson: Kursstabilisierung im Fokus
Der Agrarchemie- und Pharmariese Bayer setzt weiterhin auf die Führung von Bill Anderson. Der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden wurde um drei Jahre verlängert, womit dieser nun bis Ende März 2029 im Amt bleibt. Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Winkeljohann lobte die strategischen Weichenstellungen Andersons, die den Konzern auf Erfolgskurs bringen sollen. Anderson trat seine Position 2023 in einer schwierigen Phase an, nachdem sein Vorgänger Werner Baumann mit der Monsanto-Übernahme hohe juristische Risiken eingeführt hatte, die Bayer noch immer belasten.
Mit einem entschlossenen Umbauprogramm und dem Fokus auf eine schlankere Organisation hat Anderson klare Akzente gesetzt. Seit seinem Amtsantritt wurden 11.000 Stellen abgebaut. Parallel dazu treibt Anderson die Senkung der Betriebskosten voran, mit dem Ziel, diese bis 2026 um zwei Milliarden Euro zu reduzieren. Der Verschlankung der Arbeitsstrukturen folgt auch eine Kultur des eigenverantwortlichen Arbeitens, was die interne Vernetzung stärken soll.
Die Aktien Performance blieb lange Zeit gedrückt, doch zeichnete sich zuletzt eine Erholung ab. Seit April gab es einen Anstieg von etwa acht Euro, wobei der aktuelle Kurs über 27 Euro liegt. Historisch betrachtet bleibt jedoch Luft nach oben, da der Aktienwert 2015 schon deutlich höhere Regionen erreichte. Für Anleger bleibt abzuwarten, ob die eingeleiteten Maßnahmen die gewünschte Wende bringen.

