Bayer hofft auf erweiterte Zulassung für Eylea in der EU
Der DAX-notierte Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer steht vor einem potenziellen Meilenstein in der EU. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat eine Empfehlung zur Zulassungserweiterung seines lukrativen Augenmedikaments Eylea ausgesprochen.
Diese Erweiterung würde eine Behandlung mit einer 8-Milligramm-Dosis des Wirkstoffs Aflibercept für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten bei zwei Netzhauterkrankungen ermöglichen: der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und dem diabetischen Makulaödem (DMÖ). Die finale Entscheidung der Europäischen Kommission wird in den kommenden Wochen erwartet.
Bereits zuvor hatte die Bayer-Aktie von einer ähnlichen Zulassung in China profitiert, was zu einer positiven Vorbörse geführt hatte. Eylea, entwickelt in Zusammenarbeit mit Regeneron, bleibt eines der zentralen Produkte für Bayer.
Der Konzern hält die Vertriebsrechte weltweit mit Ausnahme der USA, während Regeneron dort die Marktrechte besitzt. Im vergangenen Jahr trugen die Einnahmen aus Eylea erheblich zu Bayers Umsatz bei, indem sie 3,3 Milliarden Euro erzielten.
Damit ist es nach dem Blutgerinnungshemmer Xarelto das bedeutendste Medikament für die Leverkusener. Diese Entwicklungen könnten Bayers Marktposition weiter stärken und für anhaltend positive Impulse auf dem Aktienmarkt sorgen.

