Baumwoll-Futures im Rückwärtsgang: Markteinflüsse und Exportzahlen belasten
Baumwoll-Futures schlossen den Handel am Freitag mit deutlichen Verlusten zwischen 25 und 61 Punkten in den vorderen Monaten. Insbesondere der Dezember-Kontrakt fiel um 54 Punkte allein in dieser Woche. Belastet wurden die Notierungen vor allem durch externe Marktfaktoren: Ein starker US-Dollar, der um 0,334 Dollar auf 97,305 zulegte, und fallende Rohölpreise, die um 0,93 Dollar nachgaben, übten zusätzlichen Druck auf den Markt aus.
Laut dem wöchentlichen CFTC-Commitment of Traders-Bericht reduzierten spekulative Investoren ihre Netto-Short-Positionen in Baumwoll-Futures und -Optionen bis zum 16. September um 9.844 Kontrakte auf insgesamt 59.061 Kontrakte. Auch die Exportzahlen sorgten für Ernüchterung: Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) meldete ein Exportgeschäft mit Upland-Baumwolle (kombiniert verschifft und noch unverschifft) von insgesamt 3,973 Millionen RB, was einem Rückgang von 18 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit wurde erst 36 % der USDA-Prognose erreicht, was deutlich hinter dem Durchschnittsverkaufsrhythmus von 52 % liegt.
Der Cotlook A Index gab am 18. September um 45 Punkte nach und notierte bei 78,65 Cent. Gleichzeitig erhöhte sich der angepasste Weltmarktpreis des USDA am Donnerstag um 69 Punkte auf 54,79 Cent pro Pfund. Laut Seam wurden an diesem Tag 151 Ballen zu einem Durchschnittspreis von 65,00 Cent pro Pfund verkauft. Die Bestände an zertifizierten Baumwollballen bei ICE blieben stabil bei 15.474 Stück am 18. September.

