Baukonzern Hochtief profitiert von florierender Auftragslage
Eine solide Auftragslage bescherte dem Baukonzern Hochtief im dritten Quartal 2025 einen kräftigen Schub bei Umsatz und operativem Ergebnis. Diese erfreuliche Entwicklung wurde maßgeblich durch die Leistungen der US-Tochter Turner und der australischen Tochter Cimic beflügelt. Auch beim spanischen Autobahnbetreiber Abertis, an dem Hochtief rund 20 Prozent der Anteile hält, zeigten sich positive Fortschritte. Das Gewinnziel für das laufende Jahr wurde seitens des Unternehmens bereits deutlich angehoben, was an der Börse, wenn auch mit Verzögerung, positiv aufgenommen wurde.
Nachdem Hochtief-Aktien am Vormittag zunächst Verluste verbuchten, drehten sie kräftig ins Plus. Auf ihrem Höhepunkt legten die Aktien um mehr als sechs Prozent auf 278,60 Euro zu, was einen neuen Höchststand markierte. Zuletzt notierten die Papiere mit einem Anstieg von rund drei Prozent bei 270,20 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Aktienwert mehr als das Doppelte zugelegt. Der Unternehmenschef Juan Santamaría Cases betonte die starke Position von Hochtief als Anbieter von Spitzentechnologie-Infrastrukturprojekten und hob die Konzentration auf renditestarke Projekte in den Bereichen Digitalisierung, Energiewende und Kerninfrastruktur hervor. Vor kurzem erhielt Hochtief zwei bedeutende Bauaufträge in Nordrhein-Westfalen.
So wird für die Universität Duisburg-Essen ein neues Forschungszentrum entstehen und ein ehemaliges Kesselhaus in Krefeld wird in eine moderne Veranstaltungsimmobilie verwandelt. Auf internationaler Ebene konnte Hochtief ebenfalls prestigeträchtige Projekte akquirieren, darunter der Bau eines 46-stöckigen Bürohochhauses in New York sowie der Neubau des Stadions der Cleveland Browns in Zusammenarbeit mit einem Partner. Im dritten Quartal 2025 erreichte der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn ein Plus von über 20 Prozent auf etwa 183 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Hochtief nun einen bereinigten Gewinn von 750 bis 780 Millionen Euro, nachdem zuvor 680 bis 730 Millionen Euro prognostiziert wurden. Der Umsatz stieg um rund neun Prozent auf über 9,7 Milliarden Euro, unterstützt durch die positive Entwicklung der Auslandstöchter und die Übernahme der irischen Ingenieurgesellschaft Dornan. Der Auftragseingang ging leicht um zwei Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zurück.

