Bauförderung mit Rückenwind: Aufbruchstimmung in der Bauwirtschaft
Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr die Errichtung und den Erwerb von über 64.500 Wohnungen und Häusern unterstützt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft wird diese Bilanz aus dem Bauministerium als positiv bewertet. Es wurden sechs unterschiedliche Förderprogramme durchgeführt, die auch in diesem Jahr fortgesetzt werden, jedoch mit der Aussicht auf eine Vereinfachung der Förderstrukturen in der Zukunft.
Baustaatssekretär Sören Bartol betont eine positive Wende in der Branche: 'Die Phase der Zurückhaltung in der Bauwirtschaft scheint beendet zu sein, das wirtschaftliche Klima bessert sich.' Bereits seit einigen Monaten steigen die Zahlen der Baugenehmigungen, das Klima in der Branche wird optimistischer und die Investitionen verstärken sich zusehends.
Die größte Nachfrage erfuhr das Programm für klimafreundlichen Neubau. Hier können Investoren, Genossenschaften, Unternehmen und Privatpersonen zinsgünstige Kredite der KfW für den Bau energieeffizienter Gebäude erhalten, während Kommunen von Zuschüssen profitieren. Insgesamt wurden im Rahmen dieses Programms 36.747 Wohneinheiten mit Förderzusagen in Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro realisiert.
Auch das im Dezember relaunchte EH55-Programm trug mit der Förderung von knapp 14.000 Wohnungen zum Bau von Gebäuden mit hohen Effizienzstandards und hohem Einsatz erneuerbarer Energien bei. Weniger Resonanz fand hingegen das Programm 'Jung kauft Alt', das junge Familien beim Erwerb sanierungsbedürftiger Altbauten unterstützt.
Lediglich 690 Förderzusagen wurden hier registriert. Ebenfalls schleppend verläuft ein Programm, das den Kauf von Genossenschaftsanteilen fördert, sofern der Käufer in die entsprechende Wohnung einzieht. Letzteres erfuhr in dieser Woche eine Überarbeitung der Förderbedingungen durch die Bundesregierung.

