Batterieschub in den USA: Energieumbruch geht weiter
Der US-amerikanische Markt für Batteriespeichersysteme (BESS) erlebt derzeit einen wahren Höhenflug, beschleunigt durch sinkende Produktionskosten und kontinuierliche Designverbesserungen. Rystad Energy prognostiziert, dass dieser Trend in den nächsten fünf bis sieben Jahren anhalten wird. Während Investitionen in erneuerbare Energien von politischen Unsicherheiten beeinflusst werden können, bleibt der BESS-Markt von diesen Entwicklungen unberührt, zumindest vorerst. Prognosen zufolge wird die jährliche Installationsrate von BESS bis Anfang 2026 um etwa 16 Gigawatt pro Jahr steigen.
Mit dem steigenden Energiebedarf durch zunehmende Elektrifizierung spielen Batteriesysteme eine entscheidende Rolle für die Stabilität des Stromnetzes. 2024 verzeichnete der Markt ein beeindruckendes Wachstumsplus von rund 60 Prozent, mit einer Kapazitätserweiterung von sechs auf zehn Gigawatt. Diese Entwicklung deutet auf einen steigenden Bedarf an Batteriespeichern in den kommenden Jahren hin.
Besonders in Bundesstaaten wie Texas und Arizona ist das Wachstum groß. Texas avancierte 2024 zum größten BESS-Markt der USA, mit einer Installationsrate ähnlich der von Kalifornien. In Texas stieg das BESS-Inventar in den letzten zwölf Monaten von fünf auf sieben Gigawatt, während Kaliforniens Markt stabil blieb.
Auch der Rest des Landes erlebt einen BESS-Boom, angeführt von Arizona. Hier wuchs das Inventar von drei auf sieben Gigawatt im Vergleich zum Vorjahr. Trotz einiger Bauverzögerungen sind diese Märkte die Haupttreiber des Wachstums für die restlichen Monate dieses Jahres und darüber hinaus.
In den etablierten Märkten gewinnen Batteriesysteme an Bedeutung, um die Solarstromproduktion auch in die Abendstunden auszudehnen. In Kalifornien decken Batterien inzwischen 13 Prozent des Strombedarfs während ihrer Entladezeiten, mit Spitzenwerten von bis zu 30 Prozent. Der Beitrag erneuerbarer Energien zur Stromversorgung des Bundesstaats nahm ebenfalls zu; dennoch bleibt Kalifornien zumindest zum Teil auf Energieimporte angewiesen.
Rystad Energy hebt hervor, dass sowohl BESS- als auch Solarkapazitäten in Kalifornien weiterhin wachsen, wobei die Herausforderungen und Grenzen des Batteriesystems im Blick behalten werden müssen. Die Frage, ob ein vollständig auf erneuerbare Energien und BESS basierendes System wirtschaftlich und praktisch umsetzbar ist, bleibt spannend.

