Bank of England warnt vor globalen Finanzschocks: Britisches Bankensystem bleibt robust
Eine jüngste Analyse der Bank of England bringt beunruhigende Erkenntnisse über die Anfälligkeit globaler Finanzmärkte für Turbulenzen zutage. Ein erheblicher Anstieg der Volatilität im Sommer hat die Verletzlichkeit dieser Märkte offengelegt. Dennoch zeigt sich das britische Bankensystem stark genug, um widrigeren wirtschaftlichen Bedingungen standzuhalten und gleichzeitig Haushalte und Unternehmen zu unterstützen, so das Financial Policy Committee (FPC) der Bank in seinem aktuellen Bericht.
Die Risiken für die britische Finanzstabilität haben sich seit dem letzten Bericht im Juni kaum geändert. Auf globaler Ebene bleibt die Unsicherheit bezüglich der geopolitischen Lage sowie der wirtschaftlichen Aussichten jedoch hoch. Der Bericht wurde unter anderem vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen im Nahen Osten veröffentlicht, wo Israel diese Woche Bodenoffensiven in den Libanon startete.
Der FPC-Bericht erwähnt einen kurzfristigen Anstieg der Volatilität und sinkende Aktienindizes auf den globalen Finanzmärkten im frühen August, ausgelöst durch enttäuschende Neuigkeiten wie schlechtere als erwartete Arbeitsmarktdaten in den USA und unterdurchschnittliche Finanzresultate von Technologieunternehmen mit Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz. Diesem Rückschlag folgten positive makroökonomische Nachrichten, die die meisten Vermögenspreise schnell auf angespannte Niveaus zurückkehren ließen.
Laut dem Bericht bleiben die Märkte anfällig für eine scharfe Korrektur, was die Kosten und Verfügbarkeit von Krediten für britische Haushalte und Unternehmen beeinflussen könnte. Investoren zeigen sich empfindlich gegenüber kurzfristigen Entwicklungen in einem herausfordernden globalen Risikoumfeld. Unternehmen und Banken müssen sich auf "schwere, aber plausible Belastungen" vorbereiten, warnte das Komitee.
Gleichzeitig ermutigt der Bericht, dass Eigenheimhalter widerstandsfähig gegenüber höheren Zinssätzen bleiben, da Hypothekenangebote in den letzten Monaten gesunken sind. Allerdings stehen einige einkommensschwächere Haushalte und Mieter weiterhin unter Druck. Rund ein Drittel der Hypothekeninhaber hat bisher nicht auf höhere Zinsen refinanziert.
Auch UK-Unternehmen haben sich als widerstandsfähig gegenüber verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen erwiesen, obwohl es "Schwachstellen" gibt, insbesondere bei durch Private Equity finanzierten Firmen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Insolvenzen häufen sich tendenziell unter Kleinbetrieben in anfälligen Sektoren wie Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel sowie Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe.

