Bank of England hält Leitzins stabil – Ausblick auf mögliche Senkungen?

Die Bank of England hat angekündigt, ihren Leitzins bei 3,75 Prozent beizubehalten. Diese Entscheidung fiel knapp aus, da fünf Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses dafür stimmten, während vier Mitglieder eine Senkung auf 3,50 Prozent befürworteten.
Bei ihrer letzten Sitzung im Dezember hatte die Zentralbank den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Notenbankchef Andrew Bailey äußerte, es könne in diesem Jahr Raum für weitere Zinssenkungen geben, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen günstiger entwickeln.
In den neuesten Prognosen wird erwartet, dass die Inflation im April auf das Ziel von 2 Prozent zurückgeht und bis zum Jahr 2027 darunter bleibt. Im Dezember lag die Inflationsrate bei 3,4 Prozent. Die wirtschaftliche Wachstumsdynamik ist gedämpft, und der Arbeitsmarkt zeigt Anzeichen einer Flaute.
Dies und die weniger ausgeprägten Aufwärtsrisiken für die Inflation lassen die Tür für eine künftige Lockerung der Geldpolitik offen, wie Helaba-Volkswirt Ulrich Wortberg kommentierte. Auch die Finanzmärkte spekulieren auf eine Zinssenkung im März. Nach der Entscheidung verlor das britische Pfund an Wert, während die Kurse britischer Staatsanleihen anzogen.

