Bahnstreik: Wie sähe es bei privatisierter Bahn aus?
Der erneute Bahnstreik sorgt für Unmut bei den Pendlerinnen und Pendlern. Doch was wäre, wenn die Deutsche Bahn komplett privatisiert und auf Profitmaximierung ausgerichtet wäre? Die "Frankfurter Rundschau" hat sich diese Frage gestellt und kommt zu dem Schluss: Den Beschäftigten würde es wohl deutlich schlechter gehen.
Ohne die Gewerkschaften EVG und GDL und ihre hart erkämpften Tarifverträge hätten die Bahn-Beschäftigten mit weniger Geld und mehr Arbeit zu kämpfen. Arbeitszeitverkürzungen wären wohl auch in Zukunft kaum möglich. Die "Frankfurter Rundschau" argumentiert daher, dass es wichtig ist, die Streiks bei der Bahn auszuhalten.
Aus Sicht des Artikels sind die Streiks lediglich eine kleine Unannehmlichkeit. Nach ein paar Stunden wird der Zugverkehr wieder wie gewohnt laufen. Doch vielleicht sollten sich Gewerkschaften anderer Branchen ein Beispiel an der GDL nehmen. Die Herausforderungen des Umbaus der Wirtschaft erfordern kämpferische Gewerkschaften, die sich für die Interessen ihrer Mitglieder stark machen.
Die Frage bleibt jedoch, wie man das richtige Gleichgewicht zwischen den Interessen der Beschäftigten und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten findet. Eine Privatisierung der Bahn würde zweifelsohne zu wirtschaftlicher Effizienz führen, doch zu welchem Preis?
Aktiennamen: Deutsche Bahn, EVG, GDL (eulerpool-AFX)

