Bafin unterzieht Mutares einer intensiven Prüfung: Auswirkungen auf Investoren
Die Beteiligungsgesellschaft Mutares sieht sich derzeit mit einer kritischen Prüfung durch die deutsche Finanzaufsicht Bafin konfrontiert. Die Behörde äußerte den Verdacht, dass das Unternehmen gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen haben könte, und hat daher die Jahresabschlüsse sowie den Lagebericht für den Stichtag 31. Dezember 2023 unter die Lupe genommen. Diese Nachricht hat unter den Anlegern Besorgnis ausgelöst, was zu einem vorübergehenden Kurssturz der Mutares-Aktie geführt hat.
Zeitweilig verlor sie am Vormittag mehr als 20 Prozent ihres Wertes, was die im Jahresverlauf erzielten Kursgewinne nahezu auslöschte. Konkret bemängelt die Bafin möglicherweise fehlerhafte Angaben zur Restlaufzeit von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und unvollständige Informationen zur voraussichtlichen wirtschaftlichen Entwicklung im Lagebericht. Diese Berichterstattung sollte eine fundierte Beurteilung der ökonomischen Zukunftsaussichten der Gesellschaft umfassen, so die Behörde.
Bereits im Frühjahr dieses Jahres standen bei Mutares Bilanzierungsprobleme im Fokus. Der Konzern musste die Vorlage seiner geprüften Jahresabschlüsse für 2024 verschieben, da die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ihre Arbeiten aufgrund komplexer Sachverhalte nicht rechtzeitig abschließen konnte. In der Folge wurde auch die Hauptversammlung vertagt, und Mutares verlor zeitweise seinen Platz im Kleinwerte-Index SDax.
Gleichwohl konnte das Unternehmen im aktuellen Jahr durch den profitablen Verkauf von Anteilen an der österreichischen Steyr punkten. Zudem verfolgt Mutares weiterhin eine klare Strategie des Exits aus mehreren Unternehmen. Parallel dazu erweiterte das Unternehmen sein Portfolio im ersten Quartal durch den Erwerb von sechs neuen Firmen, darunter auch Buderus Edelstahl und SMA Metalltechnik.

