Baby Steps: Walking Simulator Revolution erscheint im September 2025
Schnallt die Wanderstiefel enger – oder besser gesagt, versucht es zumindest, denn hier wird jeder Schritt zur epischen Saga! Die genial-bekloppten Köpfe hinter Indie-Perlen wie APE OUT und dem Frust-Meisterwerk QWOP (ja, Bennett Foddy ist wieder am Werk!) haben sich mit dem notorisch trödelnden Publisher Devolver Digital zusammengetan, um uns etwas… nun, sagen wir mal, Unerwartetes zu kredenzen. Am 8. September 2025 stolpert Baby Steps auf PC und PlayStation 5. Was für ein triumphaler Trippelschritt für die Menschheit!
Die Anti-Helden-Reise: Wer ist dieser Nate?
Nate. Ein Held, geschmiedet im Feuer… der heimischen Couch. Ein arbeitsloser Versager-Sohn, dessen Hauptbeschäftigung darin besteht, die Fernbedienung zu bewachen und der Sauerstoffverschwendung zu frönen. Perspektive? Ein Fremdwort aus einem längst vergessenen Duden. Doch dann, eines schicksalhaften Tages, inmitten von Chipskrümeln und Selbstmitleid, entdeckt Nate eine Fähigkeit, von der er nicht wusste, dass sie in ihm schlummert: Er kann tatsächlich einen Fuß vor den anderen setzen! In Baby Steps begleitet ihr diesen unwahrscheinlichen Protagonisten auf seiner… nun ja, nennen wir es eine Odyssee der Akwardness, Schritt für mühsamen, physikbasierten Schritt.
Mehr als nur Gehen? Die (fragwürdigen) Features
Was erwartet euch in diesem „buchstäblichen Walking Simulator“, diesem digitalen Denkmal für die Kunst des Vorwärtskommens? Zunächst einmal physikbasiertes Gehen in seiner reinsten (und potenziell nervenaufreibendsten) Form. Jeder Schritt ist eine kalkulierte Risikoabschätzung, jede Unebenheit ein potenzieller Abgrund. Ihr erkundet eine geheimnisvolle, von Nebelschwaden umhüllte Welt, wandert durch trügerisch friedliche Berglandschaften und versucht, Nates vergeudetem Leben vielleicht doch noch einen Funken Sinn einzuhauchen – oder zumindest den nächsten Felsvorsprung zu erreichen.
Untermalt wird das Ganze von einem dynamischen Soundtrack mit „420 Beats und Vibes“, der nicht nur ins Ohr geht, sondern direkt in eure stolpernden Füße fährt. Und als wäre das nicht schon genug Skurrilität, gibt es ein „sehr, sehr dynamisches Einteiler-Verschmutzungssystem“ (ja, Nates Strampler wird zum lebenden Kunstwerk aus Dreck!) und „nicht sammelbare Hüte“. Sammelwahn adé, hallo Hut-Frustration!
Die Kunst des Stolperns: Ein physikalisches Meisterwerk?
Die Entwickler Gabe Cuzillo, Maxi Boch und der berüchtigte Schleifer der Geduldsfäden, Bennett Foddy, sind bekannt dafür, uns mit trügerisch simplem Gameplay an den Rand des digitalen Nervenzusammenbruchs zu treiben. Baby Steps scheint da keine Ausnahme zu machen, sondern eher die nächste Evolutionsstufe des „kontrollierten Scheiterns“ zu sein. Es geht nicht darum, schnell ans Ziel zu kommen – es geht darum, den Prozess des Gehens selbst zu erleben, als wäre es die Entschlüsselung der Sphinx-Rätsel. Jeder Muskelzucker, jede Gewichtsverlagerung zählt. Ob das nun genial-minimalistisch oder einfach nur absurd-anstrengend ist, das Urteil liegt bei euch.

