Autonome Technologien: Faszination und Skepsis unter den Deutschen
Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung zeigt sich aufgeschlossen gegenüber der Nutzung selbstfahrender Autos im privaten Bereich. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, bei der 57 Prozent der Befragten sich offen für diese Vorstellung zeigten. Auch andere autonome Verkehrsmittel stoßen auf Interesse: Über zwei Drittel der Deutschen sind bereit, in autonome U- und S-Bahnen (72 Prozent) oder Busse (70 Prozent) einzusteigen.
Bei Regional- oder Fernzügen sinkt die Bereitschaft hingegen, hier können sich 44 Prozent der Befragten eine Nutzung vorstellen. Bei autonomen Flugzeugen zeigt sich ein Viertel (27 Prozent) offen fürs Fliegen, was darauf hindeutet, dass die Technikakzeptanz durchaus variiert. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst äußerte sich positiv über diese Entwicklungen und widerlegte den oft geäußerten Eindruck einer allgemeinen Technikskepsis der Deutschen gegenüber autonomen Verkehrsmitteln.
Trotz der Offenheit gibt es jedoch auch kritische Stimmen: Fast 43 Prozent der Befragten betrachten autonomes Fahren als überbewerteten Trend, der langfristig an Reiz verlieren könnte. Dennoch sehen 53 Prozent in der Technologie den kommenden Standard. Wintergerst betont, dass autonomes Fahren keine bloße Zukunftsvision mehr darstellt. Er verweist auf die Entwicklungen in Ländern wie den USA, China oder Singapur und hebt hervor, dass auch in Deutschland zahlreiche Pilotprojekte vielversprechende Fortschritte zeigen.

