Automarkt der EU: Elektroautos bringen Bewegung in die Zulassungszahlen
Der Automarkt der Europäischen Union zeigt sich im vergangenen Jahr erfreulich dynamisch mit einem leichten Zuwachs, wie jüngst der Branchenverband Acea verkündete. Über 10,8 Millionen Neuzulassungen markieren einen Anstieg von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders bemerkenswert ist dabei der klare Aufwind im Bereich der reinen Elektroautos, die inzwischen 17,4 Prozent der Neuzulassungen ausmachen, während der Anteil klassischer Verbrennerfahrzeuge merklich nachlässt.
Batterieelektrische Fahrzeuge erfreuten sich größter Beliebtheit, wobei auch Hybridfahrzeuge mit ihrer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor an Zulauf gewinnen konnten. Der Marktanteil für Benzin- und Diesel-Pkw ging um fast 10 Prozentpunkte auf 35,5 Prozent zurück.
Der deutsche Markt war dabei Vorreiter durch einen beeindruckenden Anstieg der E-Auto-Zulassungen um 43 Prozent. Dennoch erlitt Tesla, als Pionier in der E-Mobilität, einen empfindlichen Absatzrückschlag in der EU, mit einem Rückgang von fast 38 Prozent auf 150.504 zugelassene Fahrzeuge.
Im Gegensatz dazu überraschte der chinesische Automobilhersteller BYD mit mehr als einer Verdreifachung seiner Verkäufe auf 128.827 Einheiten. Die deutschen Automarken verzeichneten unterdessen Zuwächse bei Fahrzeugen mit Verbrenner-, Hybrid- und Elektroantrieben.
Der Volkswagen-Konzern steigerte seinen Absatz um 5,5 Prozent fast auf die 3-Millionen-Marke, mit einem bemerkenswerten Wachstum der Marke Cupra um fast 36 Prozent, während Porsche einen Absatzrückgang von 17 Prozent hinnehmen musste. Auch BMW und Mercedes-Benz konnten zulegen, mit Anstiegen von 6,4 Prozent und 1,5 Prozent. Stellantis dagegen musste einen Rückgang um 4,7 Prozent auf circa 1,7 Millionen Fahrzeuge verkraften, während Renault ein solides Wachstum von 5,6 Prozent mit insgesamt 1,2 Millionen Einheiten erzielte.

