Autobranche im Dax unter Druck: Starke Verluste und anhaltende Herausforderungen
Die Aktien der führenden deutschen Automobilhersteller präsentierten sich am Dienstag mit überwiegend moderaten Verlusten als Schlusslichter im Dax-Index. Im späten Handelsverlauf verzeichneten die Vorzugsaktien von Volkswagen einen Rückgang von einem Prozent und markierten damit das Ende der Dax-Rangliste. Auch BMW und Mercedes-Benz hatten mit Kursverlusten von 0,6 Prozent beziehungsweise 0,4 Prozent zu kämpfen. Die Titel der Porsche AG verloren 0,2 Prozent an Wert.
Der Automobilmarkt in der EU konnte im November im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Neuzulassungen um 2,1 Prozent verzeichnen. Für die elf Monate des Jahres beträgt die Zunahme 1,4 Prozent, gleichwohl befindet sich der Absatz nach wie vor weit unter dem Niveau vor der Corona-Krise. Bemerkenswert ist der Anstieg des Anteils reiner Elektrofahrzeuge, der nahezu 17 Prozent erreichte.
Trotz aller Widrigkeiten bleibt der Volkswagen-Konzern unbestrittener Marktführer in der EU, mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent bei den Marken im November. Allerdings musste die Porsche AG, ebenfalls Teil der VW-Gruppe, einen Rückgang von etwa 28 Prozent hinnehmen. BMW verzeichnete eine Zunahme der Zulassungen um 4 Prozent, wohingegen Mercedes-Benz einen Rückgang von 3,8 Prozent hinnehmen musste.
Die anhaltende Krise in der Automobilindustrie wirkt sich auch auf die erwarteten Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2025 aus. In einer Analyse der Dekabank wird bei sieben Dax-Unternehmen mit einem Rückgang der Ausschüttungen gerechnet, darunter fünf Akteure aus der Automobilindustrie: BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen, Porsche Holding und Continental. Die Dekabank hebt hervor, dass sich der bereits im Vorjahr beobachtete Trend fortsetzt: Der schwindende Einfluss der deutschen Automobilindustrie trifft nun auch die Unternehmensgewinne und Dividendenausschüttungen empfindlich. Joachim Schallmayer, Kapitalmarktexperte der Dekabank, prognostiziert pessimistisch, eine baldige Rückkehr zur Dividendenstärke sei in dieser Branche nicht zu erwarten.

